Grosse Beteiligung bei Seniorenveranstaltung mit hochkarätiger Diskussion zum Thema:

"Mit Österreichs Nachbar Slowenien auf dem Weg in ein gemeinsames Europa" - Erklärung der Europäischen Senioren Union (ESU) zur EU-Erweiterung

St.Veit/Glan (OTS) - Im Zusammenhang mit der am Samstag stattgefundenen Präsidiumssitzung der Europäischen Senioren Union (ESU) unter Vorsitz von Präsident Stefan KNAFL fand am Samstag im Rathaushof von St. Veit an der Glan eine Diskussion zum aktuellen Thema: "Mit Österreichs Nachbar Slowenien auf dem Weg in ein gemeinsames Europa" statt. Unter einer beachtenswert regen Beteiligung von rund 300 Seniorinnen und Senioren wurde eine umfassende und angeregte Diskussion, unter Leitung des ESU-Präsidenten und Bundesobmannes des Österreichischen Seniorenbundes Knafl, mit hochkarätigen Referenten abgehalten. Das Besondere dabei war, dass die gesamte Diskussion in höchst konstruktiver Form verlief, und sich dabei aber niemand scheute, auch die kontroversiellen Themen aufzugreifen.

Am Podium waren: Dr. Alfred Ogris, Universitätsdozent und Dir. des Kärntner Landesarchives; Dr. Marilies Flemming, Abgeordnete zum Europäischen Parlament; Botschafter Dr. Wolfgang Wollte, Gesellschaft für Europapolitik; Dr. Lojze Peterle, Abgeordneter und Vorsitzender der EU-Kommission des Slowenischen Parlaments; Dr. Bernhard Worms Vorsitzender der Deutschen Senioren Union und Vizepräsident der ESU.

Vom historischen Hintergrund bis zu Gegenwart und Zukunft, über die ganz aktuelle und konkrete Arbeit im EU-Parlament, die bedeutenden europapolitischen Aspekte bis hin zu den Positionen und Zielvorstellungen des Nachbarn und EU-Kandidaten Sloweniens selbst sowie der eminenten Bedeutung der EU-Erweiterung speziell für die Interessen der europäischen Senioren reichte der Bogen der behandelten Themenbereiche. Knafl dazu: "Das zeigt deutlich, in welch hohem Maße auf allen Seiten Einigkeit über die Zukunftsziele besteht. Aber ebenso, dass es Sinn macht, auch die unterschiedlichen Auffassungen durch gemeinsames Bemühen im Gespräch offen zu erörtern und so einander verstehen zu lernen. Diesen Prozess gilt es voll Optimismus konsequent weiterzuführen !"

Knafl präsentierte bei dieser Gelegenheit der Öffentlichkiet erstmals die vom Präsidium der ESU erarbeitete "Erklärung der Europäischen Senioren Union zur EU-Erweiterung", welche die Ziele und konkreten Vorstellungen im Interesse der vielen zig-Millionen älterer Bürger in den Ländern Europas definiert.

Erklärung der Europäischen Senioren Union (ESU) zur EU-Erweiterung

Die Europäische Einigung sichert den Frieden zwischen den derzeitigen und künftigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und fördert einen ausgewogenen und dauerhaften wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fortschritt in ganz Europa.

Die wirtschaftliche Entwicklung und die Überwindung sozialer Spannungen sind wichtige Voraussetzungen zur Lösung von Nationalitätskonflikten. Die meisten Senioren in Europa haben die Brutalität der Diktaturen und die Unmenschlichkeit des Krieges erlebt und erlitten. Umso mehr setzen sie sich für Frieden in Freiheit und für die Achtung der Menschenwürde weltweit ein.

Die Erweiterung der EU um neue Mitgliedsstaaten wird den Friedens-und Stabilitätsraum auf dem europäischen Kontinent ausweiten und sich auch international auf friedensschaffende Prozesse positiv auswirken. Die Einbeziehung der Kandidatenländer in das große europäische Integrationswerk liegt daher vor allem wegen dieses Friedens- und Stabilitätszuwachses im Interesse Österreichs, das schon bisher -über alle Erwartungen große - wirtschaftliche und beschäftigungspolitische Vorteile aus der Entstehung und Öffnung neuer Marktwirtschaften in seiner Nachbarschaft gezogen hat. Österreich steht mit den künftigen mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern auch durch Geschichte und Kultur in einem besonderen Naheverhältnis.

Die Europäische Senioren Union

- erwartet als Ergebnis der laufenden Verhandlungen für das Jahr 2002 die Einigung über Beitrittsverträge, die den vitalen Interessen aller Partner Rechnung tragen, gibt der Hoffnung Ausdruck, dass die ersten Beitritte ehestmöglich, spätestens jedoch 2005, nach Ratifizierung der Verträge durch die nationalen Parlamente und der Zustimmung des Europäischen Parlaments - erfolgen können,

- wird alle Bemühungen um die Einigung Europas und damit die Stärkung der Stimme Europas im internationalen Geschehen nach besten Kräften unterstützen.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund
Mag. Michael Schleifer
Tel.: (01) 401 26-154

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