Muzik: Transitregion Ostösterreich erfordert europäische Initiative

Bereits vor EU-Erweiterung notwendige Schutzmechanismen ausverhandeln

St. Pölten, (SPI) - Eine "europäische Verkehrsinitiative für die Transitregion Ostösterreich", fordert der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Hans Muzik. Muzik: "Der Verkehr und die zukünftigen Verkehrsströme, die durch Ostösterreich - Fachleute sprechen von einer Versechsfachung des Osttransits - laufen werden, sind im Rahmen der EU-Erweiterung für die Bundesländer Niederösterreich, Wien und Burgenland von entscheidender Wichtigkeit. In Strassburg wird heute entscheiden, wie viele Lkw aus EU-Ländern in Zukunft durch Österreich - vor allem durch das Bundesland Tirol -rollen dürfen. Vernachlässigt wird in der EU-Verkehrspolitik, aber auch durch diese Bundesregierung, die Situation in Ostösterreich, wo die Verkehrsströme mittlerweile weitaus stärker sind als auf den klassischen Transitrouten durch die westlichen Bundesländer."****

Während die Lkw-Durchfahrten der EU-Partnerländer zumindest teilweise beschränkt werden können, gilt derzeit für die östlichen Lkw-Flotten eine absolute "Freie Fahrt". Gerade im Vorfeld der Verhandlungen zur EU-Erweiterung bietet sich die Gelegenheit, die Interessen der Ostregion und der verkehrsgeplagten Anrainer der Transitrouten in Niederösterreich mit Stärke und Konsequenz zu vertreten. Die Wiener Süd-Ost-Tangente ist bereits heute die meistbefahrenste Straße Österreichs mit mehr als viermal so vielen Fahrten wie auf der Brennerautobahn. "Niederösterreich muss sich nicht nur mit entsprechenden Investitionen in das hochrangige Autobahnen- und Schnellstraßennetz auf das steigende Verkehrsaufkommen vorbereiten, wir müssen auch rechtzeitig entsprechende Beschränkungen bzw. Möglichkeiten der Lenkung der Güterverkehrsströme in die Wege leiten. Eine verstärkte Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene, teils mit verpflichtenden Maßnahmen, aber auch Beschränkungen im klassischen Transitverkehr müssen heute durchgesetzt werden, um nicht in Zukunft vom Verkehr überrollt zu werden", so Muzik.
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