"Presse"-Kommentar: Blutsonntag in Israel (von Wieland Schneider)

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"Presse"-Kommentar: Blutsonntag in Israel (von Wieland Schneider)

Ausgabe vom 10. September 2001

Wien (OTS). Die Diskussionen darüber, wo, wann und unter welchen Bedingungen
Israels Außenminister Schimon Peres den Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat treffen wird, verkommen zunehmend zur Farce. Während israelische und palästinensische Diplomaten um die Details der Verhandlungsmodalitäten feilschen, werden Menschen bei Attentaten zerfetzt.
Palästinensische Extremisten haben längst das Gesetz des Handelns an sich gerissen. Sie versuchen, mit ihren Bomben den letzten Versöhnungswillen aus den Herzen der Israelis herauszusprengen - mit wachsendem Erfolg. Nun bereiteten die Terroristen Israel einen Blutsonntag mit zahlreichen Toten und Verletzten. Und die Regierung Scharon reagiert darauf, wie sie immer reagiert: mit Vergeltungsangriffen und einem neuen Drehen an der Gewaltspirale. Eine Aufnahme des Dialogs, um die nun so engstirnig verhandelt wird, ist mehr als überfällig.

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