FORMAT: Mercedes-Chef und ÖIAG-Aufsichtsrat Jürgen Hubbert kritisiert Privatisierungspolitik.

"Keinem unnötigen Druck aussetzen"

Wien (OTS) - In der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT nimmt Jürgen Hubbert, Mitglied des ÖIAG-Aufsichtsrats und Vorstand des Autokonzerns DaimlerChrysler, erstmals ausführlich zur Privatisierungspolitk der Verstaatlichtenholding ÖIAG Stellung. Auf die Frage, ob man angesichtsd der schlechten Börsensituation rasch weiter privatisieren oder sich Zeit lassen solle, meint Hubbert: "Man soll sich keinem unnötigen Druck aussetzen und über die Frist, die das Privatisierungsgesetz vorgibt, reden."

Zur Situation der ÖIAG allgemein meint Hubbert: "In Österreich wird in der Öffentlichkeit alles politisch interpretiert. Der ÖIAG-Aufsichtsrat agiert weitgehend unpoliitsch. Das Problem ist, daß das in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird. Daß die Schulden der ÖIAG und damit Österreichs drastisch abgebaut wurden, dringt überhaupt nicht durch." Hubbert gibt zu: "Ich habe die politsche Relvanz dieser Tätigkeit unterschätzt."

Die Situation der OMV, für er schwerpunktmäßig zuständig ist, bezeichnet der Mercedes-Chef als "sehr positiv". Allerdings: "Daß die Oststrategie der OMV aufgeht, wäre nicht unwichtig. Denn auch in der Erdölindustrie gibt es Economies of Scale." Auf die Frage, ob es in zehn Jahren noch ein unabhängiges Unternehmen OMV geben werde, sagt Hubbert: "Das kann ich nicht beantworten."

Zur Fusion Daimler-Chrysler erklärt er: Was wir möglicherweise nicht richtig eingeschätzt haben, war, daß Chrysler in der Produktentwicklung Probleme hatte, daß zu wenige attraktive Modelle für die Zukunft da waren."

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