"profil": Konsum bastelt an einem Comeback

Internet-Shop geplant - Expansion mit Okay-Lebensmittelgeschäften - Neue Beteiligungen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, will die Konsum Genossenschaft wieder unter eigenem Namen in den Handel einsteigen. Konkret geplant ist ein Internet-Shop, in dem Waren unter dem altbekannten Namen verkauft werden. "Diese Überlegung gibt es", bestätigt Konsum-Vorstand Jan Wiedey in dem Bericht. In dem Online-Shop sollen, so der Plan, sollen die noch verbliebenen rund 50.000 Genossenschafter einkaufen. "Aber auch andere", so Wiedey.

Überdies soll ein Konsum-Museum sowie ein Archiv des 145 Jahre alten Unternehmens im Internet eingerichtet werden. Der Start für den Online-Auftritt ist für Frühjahr 2002 vorgesehen.

Die nach ihrer Insolvenz im Jahr 1995 und dem darauf folgenden Ausgleichsverfahren entschuldete Konsum-Genossenschaft betreibt schon bisher über ihre Tochtergesellschaft Okay ManagmentgmbH drei Lebensmittelgeschäfte namens "Okay" in den Wiener Bahnhöfen Südbahnhof, Westbahnhof und Landstraße. Derzeit steht Okay mit den ÖBB in konkreten Verhandlungen, auch in den Bahnhöfen in Krems und in Baden zu Geschäfte zu eröffnen.

Der mittlerweile drastisch geschrumpfte Konsum, der mit seinen Okay-Reisproviantgeschäften einen Umsatz von 80 Mio. S. erzielt, verdient so gut, dass bereits seit einiger Zeit in neue Beteiligungen investiert wird. Im Laufe der letzten Jahre und Monate hat sich die Okay ManagmentgmbH bei drei Unternehmen eingekauft. Konkret handelt es sich um den Internet-Anbieter Contissimo Communications Services AG, ein Unternehmen, das Hansjörg Tengg, Ex-Konsum-Boss und nunmehriger Konsum-Aufsichtsratschef, im Oktober 2000 gegründet hat. Okay ist an Contissimo mit 91% beteiligt. Das Unternehmen erstellt unter anderem den Internet-Auftritt für den Konsum.

Weiters hält Okay 4,5% an der MLine Vertriebs- und Produktions AG, einem Händler für Handyzubehör, der seinen Hauptumsatz mit Freisprecheinrichtungen erzielt. Auch bei MLine gibt es laut Wiedey ein strategisches Interesse: "Die betreiben selbst einen Internet-Shop und liefern uns Ideen für unseren Web-Start."

Die dritte jüngst erworbene Beteiligung ist ein reines Finanzinvestment: Okay hält 50% an einem kleinen Wiener Unternehmen namens Sator Fahrzeuge und Vertrieb GmbH, das umweltfreundliche Elektrofahrzeuge für ältere Menschen herstellt.

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"profil"-Redaktion

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