"profil": Lauda Air will Business Jets verkaufen

Verhandlungen mit Haselsteiner und Jetalliance spießen sich - Niki Lauda hat kein Interesse mehr und Learjet bei Bombardier geordert

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, will die Lauda Air ihre Tätigkeit im Geschäftsbereich Business Jets einstellen und die dafür bisher eingesetzten Flugzeuge verkaufen, um mit den Erlösen ihre finanziellen Schwierigkeiten zu lindern. "Wir wollen unbedingt verkaufen, wissen aber auch um die schwierigen Marktbedingungen Bescheid", wird Ronald Kräftner, Prokurist der Lauda Air, zitiert.

Laut "profil" hatte der Bauindustrielle und Eigentümer der Goldeck Flug GmbH, Hans-Peter Haselsteiner, bereits ein konkretes Offer gelegt. Der von Haselsteiner gebotene Paketpreis für die drei Business Jets, eine Challenger 601 und zwei Learjets 60, betrug 452 Mio. S., die Haselsteiner mit Hilfe der Raiffeisen Landesbank Niederösterreich-Wien und dem Versicherungskonzern Uniqa finanzieren wollte. Haselsteiner zog dieses Offert jedoch kürzlich mit der Begründung "mangelnder Phantasie" des Projekts überraschend wieder zurück.

Interesse an einer Übernahme hat auch die Jetalliance Flugebetriebs AG, die aus der Magna Air Frank Stronachs hervorgegangen ist, nun aber im Eigentum von Jetalliance-Vorstand Lukas Lichtner-Hoyer und dessen Familie steht. "Wir sind interessiert, haben aber noch kein konkretes Angebot gelegt", gibt sich Lichtner-Hoyer abwartend.

Ursprünglich hat auch der ehemalige Eigentümer der Fluglinie, Niki Lauda, Kaufinteresse an einem der beiden Learjets signalisiert. Lauda hat aber inzwischen, wie "profil" berichtet, beim kanadischen Flugzeughersteller Bombardier einen brandneuen Learjet 60 im Wert von 11 Mio. Dollar (166 Mio. S.) bestellt.

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"profil"-Redaktion

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