Biologiestunde mit den Füßen im Schlamm

WWF-Bildungswerkstätte Seewinkelhof präsentiert Projektwochen für Schulklassen - Landeshauptmann Hans Niessl auf Besuch

Apetlon (OTS) - Biologie aus dem Schulbuch ist interessant. "Doch auffliegende Vogelschwärme über dem Neusiedlersee zu erleben, im Schlamm nach Kleinstlebewesen zu wühlen und mit dem Netz die Unterwasserwelt zu erkunden - das macht ökologische Zusammenhänge greifbar", meint Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des WWF Österreich. Dieses Erlebnis bietet der WWF in der Bildungswerkstätte Seewinkelhof mit seinen Projektwochen, die er heute vorstellt, jährlich über 2000 Kindern und Jugendlichen. Derzeit erforscht eine Maturaklasse der Vienna International School an der Darscho-Lacke die Unterwasserwelt. Besucher Landeshauptmann Hans Niessl legt - selbst ehemaliger Lehrer - bei der Fischfangaktion zur Erforschung des Fischbestandes gleich mit Hand an.

Der Neusiedlersee mit seinem Schilfgürtel und seiner unglaublichen Vielfalt an Vogelarten ist eng mit der Geschichte des WWF Österreich verbunden: Um die Hutweiden an der Langen Lacke zu retten, wurde der österreichische Zweig der internationalen Naturschutzorganisation 1963 gegründet.

Abenteuer für Jugendliche und Modell für Osteuropa Seit das Land Burgenland mit der Gründung des Nationalparks seine Verantwortung für den Naturschutz im Neusiedlerseegebiet wahrnimmt, konzentriert sich der WWF-Seewinkelhof auf Umweltbildungsarbeit. Und erreicht damit nicht nur tausende Kinder und Jugendliche, sondern dient immer öfter auch als Trainingsstätte für Naturschutzbeauftragte und Parkranger aus Osteuropa. Sie informieren sich über die vorbildliche Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern, den Tourismus und die Projekte im Nationalpark. "Wer hier eine Woche verbracht hat, vergisst nie, wie aufregend und wertvoll Feuchtgebiete sind", erklärt Lutschinger.

Der WWF arbeitet dabei eng mit dem Nationalpark und dem Land Burgenland zusammen. "Dadurch verfügt der Nationalpark Neusiedlersee heute über das vielfältigste und interessanteste Umweltbildungsprogramm aller österreichischen Nationalparks", ist Günther Lutschinger überzeugt. "Wir hoffen, dass diese Kooperation in Zukunft noch intensiviert wird." Landeshauptmann Niessl wird heute das Öko-Musterhaus - inklusive Solarkraftwerk und Pflanzenkläranlage - besichtigen und danach "im Feld" die Projektwochen erleben. Sicher ein guter Start.

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