Haider in NEWS: "Wollen auch als Dritter den Kanzler stellen"

- Für Kärntner Landeshauptmann ist ÖGB "ein Staatsparasit" - Grasser "soll sich von Steuerreform 2003 nicht abbringen lassen und sie über Nationalbank-Milliarden finanzieren" Vorausmeldung zu NEWS 36/01 v. 6.9.2001

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS meldet FPÖ-Landeshauptmann Jörg Haider den Anspruch seiner Partei auf die Ablöse von VP-Chef Wolfgang Schüssel als Kanzler nach den nächsten Wahlen an: Seine Partei werde auch als Nr. 3 nach den nächsten Wahlen den Kanzler stellen wollen.

  • Haider über den FPÖ-Kanzleranspruch: "Wir wollen einen FP-Kanzler und dafür müssen wir nicht Zweiter sein."
  • Haider über den nächsten FPÖ-Kanzlerkandidaten: "Es ist logisch zuerst an die Kanzlerkandidatin zu denken. Aber auch meine Kandidatur oder Grassers schließe ich nicht aus."

Der langjährige FPÖ-Chef nimmt im NEWS-Interview auch den ÖGB neuerlich scharf ins Visier.

- Haider über Verzetnitsch & Co: "Die Gewerkschaft ist ein Staatsparasit. Entweder sie ändert sich oder sie endet."

Von seinen FPÖ-Regierungskollegen fordert Haider neuerlich eine spürbare Steuerreform ein.

- Haider über Grassers Budgetpolitik & die Steuerreform 2003 : "Der Finanzminister sollte sich nicht von der Steuerreform abbringen lassen. 2003 muss es den ersten Schritt zur Steuersenkung geben. In einer konjunkturell angespannten Situation sind Steuersenkungen und Zinssenkungen eine ideale Komponente zur Stabilisierung der Konjunktur.

- Haider über die Finanzierung der Steuerreform 2003: "Notfalls könnte die Bundesregierung von den 220 Milliarden Schilling Nationalbankdevisen-Reserven, die durch Einführung des Euro frei werden, 100 Milliarden in eine Stiftung geben, und mit dem Ertrag dann zum Beispiel Schwerpunkte im Bildungsbereich finanzieren. Damit entlastet man das Budget und erleichtert die Steuerreform."

Anlaß des Haider-Interview ist seine 15-Jahres-Bilanz als FPÖ-Spitzenmann: Haider hatte an 13. September 1986 von Norbert Steger am turbulenten Innsbrucker Parteitag die Führung der FPÖ übernommen.

- Haiders 15-Jahres-Bilanz an der FPÖ-Spitze: "Die Apokalypse ist für die anderen Parteien passiert. Wir sind derzeit dabei das durchzusetzen, wofür wir 15 Jahre lang gekämpft haben."

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