Huber fordert Veröffentlichung von "Lebensmittelsündern"

Wien (SK) SPÖ-Lebensmittelsprecherin Anni Huber bekräftigt ihre Forderung nach Veröffentlichung von Unternehmen, die gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen. Neuerlicher Anlass war die jüngste Erhebung der Arbeiterkammer, nach der rund 30 Prozent der Proben von abgepacktem Frischfleisch aus Supermärkten vor dem Ablaufdatum verdorben waren. ****

Konkret spricht sich die SPÖ-Lebensmittelexpertin dafür aus, dass im Wiederholungsfall und bei grober Fahrlässigkeit die verantwortlichen Unternehmen öffentlich bekannt gemacht werden. Den Interessen der Konsumenten sei damit weit mehr gedient, als wenn die Schuld auf Filialleiter oder Regalbetreuer abgeschoben werde und relativ geringe Geldstrafen gegen das Unternehmen verhängt würden.

Darüber hinaus wäre die "erzieherische Wirkung" von einer drohenden Veröffentlichung sehr hoch einzuschätzen, erklärte Huber am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Für die bevorstehende Novelle des Lebensmittelgesetzes erwartet sich Huber demnach auch, dass dies in die Neuregelung einfließt.

In diesem Zusammenhang bekräftigte Huber ihre Kritik an der von der Regierung geplanten Privatisierung der Lebensmittelkontrolle. Ein gewinnorientiertes Unternehmen sei auch auf private Auftraggeber angewiesen - "Interessenkonflikte sind hier vorprogrammiert", so Huber abschließend. (Schluss) wf

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