AUGE: "Kein Signal für Neubeginn"

Alternative und Grüne GewerkschafterInnen (AUGE/UG) vermissen bei Postgewerkschaft Signale für inhaltliche und personelle Erneuerung.

"Nur Personen auszutauschen ist zu wenig, die Postgewerkschaft (GPF) braucht eine komplette politische Neuorientierung", meint Ursula Napravnik, Telekomsprecherin der AUGE/UG. "Der Postgagenskandal wird nach wie vor ignoriert, es gibt nach wie vor kein Wort der Entschuldigung, es werden keine Maßnahmen gesetzt, die das Vertrauen der Belegschaft in die Postgewerkschaft wieder herstellen. Und das trotz steigender Gewerkschaftsaustritte", so Napravnik weiter.

Daß Gerhard Fritz ein positives Signal für einen Neubeginn ist bezweifelt Napravnik: "Fritz war einer der AK-RätInnen der FSG, die dem Antrag der AUGE, die TelekommitarbeiterInnen besser zu beraten und zu unterstüzen, sowie die gewerkschaftliche Vertretungspflicht ernstzunehmen abgelehnt hat. Von ihm war kein Wort des Bedauerns zur Gagenaffäre zu hören. Die Spitze der Postgewerkschaft hält sich nach wie vor für gänzlich unschuldig an der schwierigen Situation, in die sie den ÖGB vor der Urabstimmung manövriert hat." Napravnik fordert von der Post- und Telekomgewerkschaft ein stärkeres Engagement für die MitarbeiterInnen der Post und Telekom und eine stärkere Einbindung der zahlreichen engagierten PersonalvertreterInnen: "Das Mobbing gegenüber kritischen GewerkschafterInnen muß ein Ende haben, eine Mitgliederbefragung unter der Gewerkschaftsbasis über die tatsächlichen Wünsche, Anliegen und Kritikpunkte, die von den Mitgliedern der Gewerkschaft gegenüber bestehen, könnte zu einer tatsächlichen Neuorientierung der Gewerkschaftsarbeit führen", so Napravnik. "Großreinemachen ist in der Postgewerkschaft angesagt -inhaltlich und personell. Es braucht eine breite Diskussion um die Zukunft der Gewerkschaftspolitik, es braucht glaubwürdige Signale einer Rundumerneuerung. Das alleinige Austauschen von Köpfen bei Beibehaltung der bisherigen Linie - das allein reicht sicher nicht," schließt Ursula Napravnik.

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