Pittermann: Geriatrische Versorgung in Wien

Ärztlicher Dienst rund um die Uhr

Wien, (OTS) "Die Stadt Wien bietet den Menschen - in öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie in einem umfangreichen ambulanten Leistungsspektrum - ein sehr vielschichtiges und umfassendes Angebot an geriatrischer und gerontologischer Versorgung", erläutert Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker Mittwoch in einem Pressegespräch. Pittermann nimmt die vom letzten Gemeinderatsausschuss für Gesundheit beschlossene Umbenennung der letzten ehemaligen "Pflegeheime" in "Geriatriezentrum" zum Anlass um eine breite Öffentlichkeit auf das Leistungsangebot in diesem Bereich aufmerksam zu machen. "Geriatrie bedeutet für uns die ganzheitliche Erfassung und Betreuung des Menschen in all seinen individuellen Bedürfnissen", so Pittermann.

Geriatrische Versorgung im Sozialmedizinischen Zentrum Sophienspital

Der ärztliche Leiter des Wiener Sophienspitals, Prim. Dr. Franz Böhmer, hob die Bedeutung seines Hauses als Vorreiter in der fächerübergreifenden Betreuung geriatrischer Patienten hervor. Neben geriatrischen Akutbetten und solchen mit rehabilitativem Schwerpunkt verfügt das Sozialmedizinische Zentrum Sophienspital über eine geriatrische Tagesklinik, ein gerontologisches Tageszentrum der MA 47 - in dem die Menschen soziale Beschäftigung und Kontakte finden -sowie über ein Pflegeheim.****

Akutgeriatrische Maßnahmen zur Mobilisierung

Nach Stürzen oder Schlaganfällen haben alte Menschen einen sehr hohen Bedarf an direkt anschließender rehabilitativer Behandlung. In den Spitälern der Stadt Wien wird versucht, durch akutgeriatrische Maßnahmen möglichst vielen Menschen nach derartigen Ereignissen durch rasch einsetzende Rehabilitation wieder ein eigenständiges Leben im häuslichen Umfeld zu ermöglichen.

Tagesgeriatrie im Wiener Sophienspital

Nach Schlaganfällen oder Frakturen können die Patienten in der Tagesklinik ambulant mobilisiert werden und am Abend in die häusliche Umgebung zurückkehren. Am Beginn der Rehabilitation wird erfasst, welche motorischen Funktionen oder Organe durch das Ereignis beeinträchtigt sind. Unter Berücksichtigung des sozialen Umfeldes und der persönlichen Biographie wird im Team gemeinsam mit dem Patienten das Therapieziel festgelegt. Dabei können diagnostische Verfahren, wie die Elektroneurographie, Elektromyographie, Rheographie, aber auch Volumetrie und Biofeedback unterstützend eingesetzt werden.

Von den Physio- und ErgotherapeutInnen werden therapeutische Maßnahmen - von der Mobilisation, der Bewegungstherapie, dem Hirnleistungstraining, der funktionellen Ergotherapie bis hin zur Hilfsmittelabklärung - durchgeführt. Physikalische Therapie (Elektrotherapie, Wärme - und Kältebehandlungen, Licht- und Lasertherapie, Massagen und Lymphdrainagen) wird zur Schmerzlinderung, Durchblutungsverbesserung und Muskelkräftigung eingesetzt.

In wöchentlichen Visiten durch die Unfallchirurgen und Orthopäden werden gemeinsam mit den Physikalisten die Mobilitätsfortschritte, die Knochenheilung und die Funktionsverbesserung überprüft. Sind kleine Eingriffe - wie Naht oder Gips Entfernen - notwendig können diese gleich an der Station durchgeführt werden. Die Patienten müssen nicht zur Kontrolle an das Unfallspital geführt werden.

Geriatriezentrum: Ärztliche Versorgung rund um die Uhr

Die Stadt Wien betreibt insgesamt 10 Pflegeeinrichtungen. Das sind: Geriatriezentrum am Wienerwald, Geriatriezentrum Baumgarten, Geriatriezentrum Donaustadt, Geriatriezentrum Nord, Geriatriezentrum Klosterneuburg, Geriatriezentrum Liesing, Sozialmedizinisches Zentrum Otto Wagner Spital - Pflegezentrum, Sozialmedizinisches Zentrum Sophienspital - Pflegezentrum, Pflegeheim St. Andrä, Therapiezentrum Ybbs - Pflegeheim an der Donau. Insgesamt stehen so 5.732 geriatrische Betten zur Verfügung.

"Die Geriatriezentren der Stadt Wien sind personell wesentlich besser ausgestattet als alle anderen Heime - auch in den Bundesländern", betont Pittermann die Qualität dieser Einrichtungen.

Die Geriatriezentren der Stadt Wien zeichnen sich ganz allgemein durch eine ärztliche Versorgung rund um die Uhr aus.

Weitere Qualitätsmerkmale der öffentlichen Einrichtungen sind:

o Abgegebene Medikamente müssen von den Patienten nicht extra

bezahlt werden - wie das bei vielen privaten Trägern der Fall ist.
o Die medizinische und pflegerische Versorgung befindet sich auf

einem äußerst hohen Niveau.
o Die umfassende gerontologische Betreuung alter Menschen umfasst

neben fachärztlicher Betreuung und einem umfangreichen physio-und ergotherapeutischen Angebot auch gezieltes Mobilitätstraining, ernährungsmedizinische Beratung und Geriatrisches Assessment.
o Um die Angehörigen zu entlasten gibt es die Möglichkeit der

Kurzzeitpflege und des Urlaubsbettes.

Tageszentrum im Wiener Sophienspital

Bis zu 50 Besucher kommen jeden Tag in das gerontologische Tageszentrum im Wiener Sophienspital. In der von der MA 47 - Pflege und Betreuung - finanzierten Einrichtung werden an sich pflegebedürftige alte Menschen stabil gehalten und gefördert. Die Menschen werden mit einem Fahrtendienst in der Früh abgeholt. Im Tageszentrum gibt es neben den wichtigen Sozialkontakten samt gemeinsamem Mittagessen auch psychosoziale Unterstützung, Mobilitätstraining und Orientierungshilfe. Für einen Tagsatz von 236 S - das entspricht dem Gegenwert einer Heimhilfe-Stunde - wird den Leuten ein umfangreiches Betreuungsangebot gemacht:
Gedächtnistraining, gemeinsames Musizieren und Fingerübungen gehören ebenso zum Programm wie Basteln und Baden. (Schluss) rog

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