ÖAMTC stellt klar: Flugrettung ist kein Geschäft

93% der Kärntner bekommen vom ÖAMTC keine Rechnung

Wien (ÖAMTC-Presse) - In Zusammenhang mit der Diskussion um eine Rechnungslegung für Flugrettungseinsätze in Kärnten stellt der ÖAMTC klar: Bei 93% der Einsätze wird direkt mit der Krankenkasse verrechnet, die Patienten bekommen keine Rechnung. Nur bei 7% der Einsätze, das sind jene nach Freizeit- und Sportunfällen im alpinen Bereich, werden seitens der ÖAMTC-Flugrettung Rechnungen an die Patienten gestellt. Über 95% der Betroffenen sind dafür privat versichert.

Wie der ÖAMTC bereits mehrfach aufmerksam gemacht hat, eignet sich die Flugrettung ebenso wenig zum Gewinne machen wie die Bodenrettung. ÖAMTC-Flugrettungschef Kurt Nordberg:"Das geht auch eindeutig aus der im Auftrag von Frau LR Dr. Schaunig-Kanduth erstellten Studie hervor. Es kann und darf nicht sein, dass nach einen Notfall medizinische Hilfe von der finanziellen Leistungsfähigkeit des Patienten oder seiner Angehörigen abhängig ist."

Keine Subventionen

Klar stellt der ÖAMTC auch, dass er seitens des Landes Kärnten keinerlei Subventionen für die Flugrettung erhält. Das Land Kärnten erbringt die im Staatsvertrag mit der Republik vereinbarten Personen-und Sachleistungen, wie die Bereitstellung von Ärzten, Sanitätern und der Einsatz- und Einsatzleitstelle.

Klare Regelung mit Sozialversicherungen

In den Satzungen des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger ist geregelt, dass für medizinisch notwendige Primäreinsätze eine Pauschale direkt mit dem Christophorus Flugrettungsverein verrechnet wird. Damit werden der Patient und seine Angehörigen nach einem Notfall nicht auch noch unnötig finanziell belastet. Diese Pauschale beträgt z.B. bei einem internistischen Notfall 12.427 Schilling und bei alpinen Einsätzen mit schweren Verletzungen 11.728 Schilling, unabhängig davon, wie lange der Einsatz dauert und wie lange der Hubschrauber in der Luft ist.

Im Falle Kärnten bedeutet dies auf Basis der Zahlen für das Jahr 2000 nach den Verrechnungsmodalitäten der ÖAMTC-Flugrettung: 93% der Unfälle und internen Notfälle bzw. Erkrankungen werden direkt mit der Sozialversicherung verrechnet. Zahlt diese z.B. wegen einer erfolglosen Reanimation nicht, gehen die Kosten zu Lasten der Christophorus Flugrettung. Der Patient erhält keine Rechnung.

Nur bei Freizeit- und Sportunfällen in alpinem Gelände (im Jahr 2000 nur 7% aller Hubschraubereinsätze) sind die verbleibenden Kosten (bzw. bei Ablehnung durch den Chefarzt die vollen Einsatzkosten) vom Patienten bzw. dessen privater Versicherung zu tragen. Über 95% der Betroffenen haben für die Bergung nach Freizeit- und Sportunfällen im alpinen Gelände eine private Absicherung, u.a. beim Alpenverein, den Naturfreunden, beim Skiverband, bei Kreditkartenunternehmen und den Auotfahrerclubs.

( Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Manfred Pfnier

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