Glawischnig: Block 2 genauso brandgefährlich wie Block 1

Temelin und Atomausstieg morgen im Europaparlament

OTS (Wien) - "Die Probleme im Block 2 des AKW Temelin sind sichtlich genau dieselben wie bei Block 1. Temelin ist und bleibt brandgefährlich", zeigt sich Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen, besorgt über die Meldungen der neuerlichen Störungen im tschechischen AKW Temelin. Die Störfallanfälligkeit liegt offensichtlich in der Gesamtkonstruktion. Die Pannenserie von Block 1 wird sich bei Block 2 wiederholen. Es gibt nur einen einzige Alternative: Abschalten!

Im Europaparlament steht morgen der Erweiterungsbericht auf der Tagesordnung. Die Grünen haben dazu eine europäische Stilllegungsinitiative für das tschechische AKW Temelin vorbereitet. Diese Vorschläge wurden bereits im außenpolitischen Ausschuss angenommen. "Morgen wird liegt der Ball beim Europaparlament. Wir hoffen auf eine Unterstützung des Temelin-Widerstandes. Ein Ja für eine europäische Stillegungsinitiative wäre ein großer Schritt, das Problem-AKW Temelin auf europäische Ebene zu behandeln", so Glawischnig zuversichtlich. Bundeskanzler Schüssel hatte zwar europäische Initiativen angekündigte, konkrete Taten ist er allerdings bis dato schuldig geblieben, wie die Grünen auch immer wieder kritisiert haben. Glawischnig fordert erneut die österreichische Bundesregierung auf, endlich konkret in Richtung Stilllegung des Pannenreaktors Druck zu machen. "Durch einen Beschluss im Europaparlament morgen, wollen wir erreichen, dass die EU-Kommission eine Ausstiegskonferenz zu Temelin einberuft und Ausstiegshilfen überprüft", schließt die Grüne Umweltsprecherin.

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