FP-Sichrovsky kritisiert Verhalten der EU im Nahost-Konflikt

Österreich sollte Chance als möglicher Vermittler nützen

Wien, 2001-09-04, -(fpd)- Während der gemeinsamen Aussprache im Europaparlament in Straßburg zum Konflikt im Nahen Osten kritisierte der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky das Verhalten der Europäer gegenüber den Friedensbemühungen unter Beilegung des Konflikts. "Vor allem die einseitigen Schuldzuweisungen von Seiten der grünen und linken Parteien gegenüber Israel machen die Vermittlungstätigkeit einzelner europäischer Politiker und Vertreter der EU zunichte und zeugen eher von einem diplomatischen Dilettantismus", so Sichrovsky.****

Vergleiche wie die des finnischen Außenministers zwischen den Verbrechen der Nationalsozialisten und der Politik Israels sowie die aggressiven Angriffe gegen Israel von Seiten des belgischen Außenministers, würden die Bemühungen anderer europäischer Politiker wie die des deutschen Außenministers wenig glaubwürdig erscheinen lassen, ist der freiheitliche Generalsekretär überzeugt.

Sichrovsky appellierte an die Verantwortlichen der EU in der Nahost-Politik strikte Neutralität zu bewahren und sich mit persönlichen Interpretationen des Konflikts zurückzuhalten. "Nur wenn das Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Freiheit des palästinensischen Volkes ebenso anerkannt wird, wie das Sicherheitsbedürfnis Israels, haben Vertreter der EU und europäische Vertreter die Möglichkeit, eine stärkere Rolle in diesem Konflikt als Vermittler wahrzunehmen. Österreich hätte eine historische Chance, sich als Vermittler anzubieten. Diese sollte von der österreichischen Regierung auch wahrgenommen werden", schloß Sichrovsky.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 01/40 110-5870

Büro Mag. Peter Sichrovsky

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPE/FPE