ARBÖ: Achtung, für Kinder gelten im Straßenverkehr Sonderregelungen

Wien (ARBÖ) - Kaum ist der Schultag zu Ende, zählt für die Kinder jede Minute, denn Freizeit ist kostbar. Die Kids stürmen über die Straße, um noch schnell den Bus oder die Straßenbahn zu erwischen. "Kinder handeln impulsiv und spontan, das macht sie zu einem schwer zu berechnenden Faktor im Straßenverkehr. Vor allem im Bereich von Schulen und im Stationsbereich von öffentlichen Verkehrsmitteln kommt es immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen", so die ARBÖ-Verkehrssicherheitsexperten.

Der ARBÖ appelliert daher an die Autolenker immer vorausblickend, konzentriert und bremsbereit unterwegs zu sein und erinnert daran, dass die Straßenverkehrsordnung (StVO) im Bezug auf Kinder im Straßenverkehr eine Ausnahme kennt.

Stopp vor dem Schutzweg

Die Straßenverkehrsordnung trägt dem Schutz von Kindern beim Überqueren der Fahrbahn sogar in einer eigenen Bestimmung (§ 29a StVO) Rechnung, wonach der Lenker eines Fahrzeuges nach Absatz 1 dieser Bestimmung "Kindern, die die Fahrbahn einzeln oder in Gruppen, sei es beaufsichtigt oder unbeaufsichtigt überqueren oder überqueren wollen, das unbehinderte und ungefährdete Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen hat und falls erforderlich, anzuhalten hat", so ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert. Abgesehen vom Vertrauensgrundsatz soll diese Bestimmung in der StVO helfen, Kinder im Straßenverkehr unter besonderen Schutz zu stellen.

Speziell für den Bereich des Schutzweges gilt die Bestimmung des § 9 Abs. 2 StVO. Der Lenker eines Fahrzeuges hat Personen, die sich auf dem Schutzweg befinden oder diesen erkennbar benützen wollen, das unbehinderte und ungefährdete Überqueren zu ermöglichen. Dementsprechend gering muss die Annäherungsgeschwindigkeit sein um jederzeit anhalten zu können.

Abschließend erinnert die ARBÖ-Verkehrsjuristin noch an eine weitere Bestimmung der StVO für den Bereich des Schutzweges: Muss der Lenker eines Fahrzeuges Personen, die sich auf dem Schutzweg befinden oder diesen erkennbar benützen wollen, das unbehinderte und ungefährdete Überqueren ermöglichen, so sind Schienenfahrzeuge von dieser Regelung ausgenommen. Hier müssen Fußgänger besonders aufpassen!

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