GlobArt Academy 2001: Was ist und wozu Biodiversität?

Pernegg (OTS) - Nicht die Physik, sondern die Biologie ist die wichtigste Wissenschaft der Gegenwart. Das ist das Ergebnis der viertägigen GlobArt Academy im niederösterreichischen Pernegg, die diesmal dem Thema "Die Biodiversität - Vielfalt des Lebens" und damit einem aktuellen naturwissenschaftlichen Thema gewidmet war.

"Worüber Noahs Arche trieb", "Früchte des Meeres - Ist die Obergrenze erreicht?", "Menschen und Ozean, lokale Ursachen, globale Wirkungen", "Botanische Vielfalt - Wir alle leben davon", "Ist Kulturpflanzenvielfalt noch zu retten" oder "Grüne Gentechnik im Spannungsfeld von Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelproduktion und Biodiversität" lauteten die Vortragsthemen, die führende Wissenschafter aus dem deutschsprachigen Raum behandelten.

Wissenschaftlicher Moderator war der aus Niederösterreich stammende Leiter des Senckenberginstituts Frankfurt, Professor Fritz Steininger. Er zählte auch zu den Teilnehmern einer vom ORF-Wissenschaftsjournalisten Helmut Waldert geleiteten Diskussionsrunde. Neben den Vortragenden nahmen daran der führenden österreichische Naturwissenschafter Professor Rupert Riedl, Landesrat Wolfgang Sobotka, EU-Abgeordnete Agnes Schierhuber und die stellvertretende Clubofrau der "Grünen", Madelaine Petrovic und teil.

Gerade dieses GLOBArt Forum im Marmorsaal des Stiftes Geras demonstrierte die Sprengkraft und die Aktualität des Themas. Je nach persönlichem, wissenschaftlichem und politischem Standort wurden Fragen wie "Was ist Biodiversität"?, "Worin liegt ihr Nutzen?", Lassen sich mit der Erhaltung der Artenvielfalt, über deren Dimension man nach wie vor nur eine ungefähre Kenntnis hat, die kommenden Weltprobleme, insbesondere die Überwindung des Hungers, verläßlich lösen?" unterschiedlich behandelt.

Eröffnet wurde die GlobArt Academy durch Landeshauptmann Pröll. Er sprach sich für eine ganzheitliche Denkungsart aus. Festredner Professor Rupert Riedl beleuchtete den Schöpfungsprozeß aus naturwissenschaftlicher Sicht, gab damit eine Antwort auf die Schnellebigkeit der Gegenwart.

Erstmals wurde ein GlobArt Innovation Award verliehen. Er ging an den Bonner Biologen Wilhelm Barthlott für seine bahnbrechende, längst wirtschaftlich genutzte Erkenntnis über den Selbstreinigungseffekt der Pflanzen - den sogenannten "Lotus-Effekt" - sowie den griechischen Politiker Panagiotis Roumeliotis und den russischen Theatermann und Biologen Shamil Fattakhov für ihren erfolgreichen Beitrag zur friedvollen Lösung politischer Konflikte.

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Heidemarie Dobner
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