Fluchtstollen im Klauser Tunnel wird durchgehend errichtet

Salzburg (OTS) - Im Auftrag von Frau Bundesminister Dr. Monika Forstinger wird der Fluchtstollen des Klauser Tunnels im Zuge der A 9 Pyhrn Autobahn in Oberösterreich durchgehend über eine Länge von 2,1 km ausgeführt. Diese Verlängerung von ursprünglich geplanten 1,7 km verursacht Mehrkosten von rd. ATS 45 Millionen im Sinne eines zusätzlichen Sicherheitsfaktors (durchgehende Befahrbarkeit für die Einsatzkräfte).

Nach dem Tauerntunnelunglück vom 29. Mai 1999 wurden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit Umplanungen an der 13,5 km langen "Tunnelkette Klaus" im Abschnitt Schön - Lainberg-Nord vorgenommen. So wird der Teilabschnitt Schön - Klaus inkl. der beiden Tunnel Hungerbichl und Kienberg mit zusätzlichen Kosten von ATS 500 von vornherein im Vollausbau, also zweiröhrig ausgebaut. Im bislang einröhrig ausgebauten Klauser- und im Speringtunnel wurden die Fluchtstollen inkl. der Querverbindungen zur Hauptröhre für die Einsatzkräfte befahrbar und damit entsprechend aufgeweitet. Darüber hinaus werden diese Fluchtwege künftig beleuchtet und mit einer eigenen Frischluftzufuhr ausgestattet werden. Diese Sicherheitsmaßnahmen erforderten Mehrkosten in Höhe von rd. ATS 160 Millionen.

Aufgrund der topografischen Lage stellt die Tunnelkette Klaus, wie kaum ein anderes Straßenstück, besonders hohe Anforderungen an Planer und bauausführende Firmen. Das rund 13,5 km lange Teilstück von Schön bis Lainberg Nord umfasst sechs Tunnelbauten, fünf Unterflurtrassen und zwölf Großprojekte, darunter die Brücke über die Steyr, über die Teichl und die Rettenbachbrücke. Rund 65 % der Gesamtstrecke verlaufen unter Tag, der Rest großteils über Brücken und Talübergänge.

Gesamtkosten Tunnelkette Klaus: ATS 3,3 Mrd
Verkehrsfreigabe: Herbst 2003

Rückfragen & Kontakt:

ÖSAG
Public Relations,
Mag. Anita Oberholzer,
Tel.: 0664 1022363

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS