LHStv. Onodi zur Änderung der LKF-Punktebewertung für spitzenmedizinische Leistungen:

Spitzenmedizinische Versorgung darf nicht durch neue Rechenmodelle gefährdet werden

St. Pölten, (SPI) - Die Krankenhausfinanzierung in Österreich basiert auf einem leistungsorientierten Abrechnungsmodell, das vom Bund vorgegeben wird. Auf Grund einer Nachkalkulation in 15 Referenzkrankenhäusern hat der Bund die Fallpauschalen der LKF-Punktebewertung einer neuen Gewichtung unterzogen. Ergebnis:
Besonders orthopädische Leistungen, Kardiologie und Herzchirurgie, aber auch die kostenintensiven Intensiveinheiten werden im Modell der Spitalsfinanzierung für das Jahr 2002 geringer bewertet. Damit erhalten jene Krankenhäuser weniger Geld, in denen spitzenmedizinische Leistungen erbracht werden.****

"In NÖ sind in erster Linie die beiden Krankenanstalten im Zentralraum St. Pölten und Krems betroffen. Sie erhalten durch diese Systemumstellung künftighin weniger Geld, obwohl sie die gleichen Leistungen für ihre Patienten erbringen. Für St. Pölten rechnet man mit einem Einnahmenausfall zwischen ATS 100 und 125 Mio., im Krankenhaus Krems beziffert man den Einnahmenverlust zwischen ATS 30 bis 40 Mio.", so Niederösterreichs Gesundheitsreferentin LHStv. Heidemaria Onodi. Beide Häuser sind schwerpunktmäßig in den Fächern Kardiologie, Orthopädie und Urologie tätig und versorgen die Patienten im niederösterreichischen Zentralraum und Waldviertel. Betroffen von dieser neuen LKF-Punktebewertung sind auch Krankenanstalten in anderen Bundesländern, so beispielsweise die Universitätsklinik in Innsbruck oder das AKH in der Bundeshauptstadt Wien.

"Die spitzenmedizinische Versorgung unserer Bevölkerung im eigenen Bundesland muss uns auch in Zukunft etwas wert sein, eine ‚finanzpolitische Gefährdung' dieser hochqualitativen Versorgung wäre gefährlich und ist abzulehnen. In dieser Frage muss es zu einem finanztechnischen Ausgleich kommen", so Onodi.
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