FORMAT: Finanzminister bezahlt bei Dienstreisen Privatjets des Magna-Konzerns

Magna-Unternehmen Jetalliance bewirbt sich für neuen Vertrag zum Transport von Regierungsmitgliedern

Wien (OTS) - Finanzminister Karl-Heinz Grasser beauftrag bei Dienstreisen Privatjets seines Ex-Arbeitgebers Frank Stonach. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Laut FORMAT ist Grasser bereits vier Monate nach Amtsantritt, am fünften Juni des Vorjahres, mit einer Citation V der Magna Air von Frank Stronach nach Luxemburg geflogen. Am 20. April dieses Jahres flog der Finanzminister neuerlich mit einem Privatjet der Magna Air-Nachfolgegesellschaft Jetalliance nach Malmö. Wie Grasser gegenüber FORMAT bestätigt, wurden die Kosten für die beiden Dienstflüge von insgesamt 195.000 Schilling von seinem Ministerium an die Stronach-Unternehmen überwiesen.

Wie FORMAT weiter berichtet, hat Grasser damit einen Ende September auslaufenden Vertrag gebrochen, der die Regierungsmitglieder dazu verpflichtet, ausschließlich mit Privatjets der Lauda Air zu fliegen. Ex-Magna-Manager Grasser, der über ein Rückkehrrecht in den Stronach-Konzern verfügt, will in seiner Vorgangsweise keine Unvereinbarkeit erkennen: "Flüge werden im und vom Sekretariat gebucht. Ich habe in keinster erdenklichen Weise Präferenzen, Wünsche oder ähnliches für Airlines angegeben. Die Anbieter wurden nach ihrem Preis ausgewählt, um so sparsam wie möglich zu agieren."

Jetalliance-Vorstand Lukas Lichtner-Hoyer bestätigt zu dem gegenüber FORMAT, daß das Unternehmen vom Finanzministerium dazu eingeladen wurde, sich um den neuen Dreijahresvertrag zur Beförderung von Regierungsmitgliedern in Privatjets zu bewerben: "Das Finanzministerium hat uns dazu eingeladen."

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