"profil": Riess-Passer hält Koalition mit SPÖ für denkbar

Vizekanzlerin für Rücktritt der ÖGB-Spitze - Haberzettl muss Eisenbahner-Vorsitz abgeben - wünscht Normalisierung der Beziehungen zu Israel

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" überrascht Vizekanzlerin und FPÖ-Chefin Susanne Riess-Passer mit einer Aussage zu allfälligen Koalitionsvarianten nach der kommenden Nationalratswahl. Riess-Passer will sich dezidiert nicht auf eine Fortsetzung der Koalition mit der ÖVP festlegen. Auf die Frage, ob auch eine Koalition mit der SPÖ denkbar sei, meint die Vizekanzlerin in "profil": "Ich schließe niemanden aus. Die FPÖ muss eine weitere Periode in der Regierung sein, um das Land nachhaltig zu verändern. Mit welchem Partner das sein wird, ist offen."

Heftige Kritik übt Riess-Passer am ÖGB. Präsident Fritz Verzetnitsch hält die Vizekanzlerin für rücktrittsreif. Riess-Passer:
"Wenn Präsident Verzetnitsch aus den Skandalen keine Konsequenzen zieht, dann ist er für die Führung des ÖGB ungeeignet. Im Sinne einer Stärkung der Arbeitnehmer in der Sozialpartnerschaft wäre eine neue Führung des ÖGB sicher der richtige Weg."

Eine Nominierung des Chefs der Eisenbahner-Gewerkschaft, Wilhelm Haberzettl, als Nachfolger von Hans Sallmutter ist für Riess-Passer prinzipiell möglich. Allerdings nur unter der Bedingung, dass er als Funktionär der Gewerkschaft zurücktrete. "Wenn Haberzettl die Gewerkschaftsfunktion aufgibt, spricht nichts dagegen, dass er die andere Funktion übernehmen kann", so Riess-Passer in "profil".

Die Vizekanzlerin äußert weiters den Wunsch nach einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Österreich. Riess-Passer spricht von deutlichen Signalen aus Israel, dass der israelische Botschafter bald nach Wien zurückkehren könnte. Riess-Passer im "profil"-Interview: "Das hielte ich für sinnvoll. Und ich habe auch Signale von namhaften israelischen Vertretern, die eine Rückkehr zu normalen Verhältnissen für angebracht halten."

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