Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik/Arbeismarkt "Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: LKH: Haiders Griff ins Gemüse

Ausgabe vom 1. September 2001 Klagenfurt (OTS) - Haiders Griff ins Gemüse - Wer will schon im Krankenhaus liegen!? Die negative Steigerung der Vorstellung mündet in die Angst, von verunsichertem, restlos erschöpftem, um den Job bangendem Personal behandelt zu werden. Ärzte und nachgeordnete Bedienstete des LKH Klagenfurt sind auf dem "besten Weg", in eine Situation zu gelangen, in der sie die Patienten gewiss nicht haben wollen. Seit geraumer Zeit wird nämlich auf dem Rücken der Belegschaft unsaubere Politik betrieben. Das Vertrauen des Personals in hoch bezahltes Management ist auf dem Tiefpunkt angelangt; Verlust von 600 Arbeitsplätzen droht. Die Situation wird dadurch nicht besser, dass LH Haider (in einem ORF-"Sommergespräch") diverse LKH-Arbeitnehmer als "Erbsenzähler" apostrophierte. Ein Kommentar zu dieser Äußerung des selbsternannten Schutzherrn der arbeitenden Leute erübrigt sich. Nur so viel: Die Vermutung von Spitalsreferent Ambrozy, alles laufe in Richtung Zweiklassen-Medizin, damit teure Privatkliniken mehr Geschäft machen können, gewinnt via Haiders Erbsensager deutlich an Gewicht. Das Personal seiner Landeskrankenanstalten betreffend, hat Kärnten -gewiss auch "mit Hilfe" neuer Machthaber - die zweitschlechteste Platzierung im Bundesvergleich erreicht. Tedenz: letzter Platz. Einst weithin als Modell, als Vorzeigeinstitution gepriesen, ist die hiesige LKH-Szenerie nunmehr unscharfen Perspektiven ausgesetzt.

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