Alpbacher Wirtschaftsgespräche stellen sich den Problemen der Weiterbildung

Von eLearning über Chancengleichheit bis hin zur Finanzierung -Acht Arbeitskreise suchen nach Lösungen

Wien (PWK605) - Ein Problem zu erkennen ist eine Sache, es zu
lösen aber eine Andere. Daher setzten sich im Rahmen der Alpbacher Wirtschaftsgespräche nationale und internationale Experten in insgesamt acht Arbeitskreisen mit den aktuellen Fragen mit zum Thema Weiterbildung auseinander.

Angeregt und organisiert von der Wirtschaftskammer galt es sich den Herausforderungen der beruflichen Fortbildung zu stellen, um so das wichtigste Kapital der Wirtschaft - die Qualifikation der Mitarbeiter - für die Zukunft zu sichern. Hierbei gilt es eine Bildungswirtschaft zu entwickeln und marktwirtschaftlicher zu denken, was wiederum ein Umdenken aller Beteiligten bedeuten muss. Bildung darf nicht weiter eine Holschuld sein.

Dank der neuen Medien und der damit verbunden räumlichen und zeitlichen Unabhängigkeit ergeben sich neue Chancen für eine verstärkte Einbindung des eLearning für Universitäten und Fachhochschulen. Ein Umdenken wäre aber auch beim Führungsverständnis gefragt. Durch eine Minimierung des Faktor Zeit als Leistungsbewertung könnte eine Optimierung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erzielt werden, was wiederum die Chancengleichheit für Frauen bedeuten könnte.

Gut bewerten die Experten die Zukunft der "Altersproblematik". Die Generation der heute 40-jährigen ist eher an die berufliche Weiterbildung gewohnt. So ist es möglich das Problem der Altersdiskriminierung zu lösen. Die Lösung der Zukunft könnte daher lauten: "Jeder macht das, was er am besten kann". Um die Bereitschaft zur Weiterbildung zu erhöhen müssen in Zukunft aber vermehrt Anreize geschaffen werden. Schließlich handelt es sich ja auch im Bereich der Weiterbildung um Kunden die gewonnen werden müssen. Gerade hier sind Politik und Wirtschaft gefordert. Ziel könnte ein Zitat eines der anwesenden Unternehmen sein: "Wenn einer für seine Zeit lernen will, dann kann er das gerne für mein Geld machen!"

Zentrales Thema der gesamten Alpbacher Wirtschaftsgespräche war aber die schwierige Situation der Klein- und Mittelbetriebe. Diese haben in den meisten Fällen weder Zeit noch Geld, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Weiterbildungsseminare zu schicken. Hier müßten die Führungskräfte wieder mehr Verantwortung zeigen und selbst die Weiterbildung der eigenen Leute übernehmen.

Positive Stimmung zeigte sich auch beim Thema des Fachkräftemangels. Hier wurde bereits vor einiger Zeit erkannt, dass dieses Problem nur durch eine Zusammenarbeit von Wirtschaft und Weiterbildungsinstitutionen (wie Universitäten und Fachhochschulen, aber auch privaten Unternehmen) bewerkstelligt werden kann. Konstruktive und erfolgreiche Projekte laufen diesbezüglich bereits auf europäischer Ebene. (WG)

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Walter Gröblinger
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Wirtschaftskammer Österreich

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