Schweitzer: "Jantschitsch muß aufhören, die Schüler zu instrumentalisieren!"

Wien,2001-08-31 (fpd) - "Daß sich der AHS-Gewerkschafter Jantschitsch so wie viele andere Spitzengewerkschafter jeden einzelnen Handstrich finanziell abgelten lassen, ist nichts Neues. Aber die Lehrer dazu aufzufordern, ihre Protestaktion auf dem Rücken der Schüler und Eltern auszutragen ist ein Affront", äußerte sich heute der freiheitliche Bildungssprecher Mag. Karl Schweitzer zu den angekündigten Boykottmaßnahmen des AHS-Gewerkschafters Helmut Jantschitsch.
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Daß Jantschitsch mit seinen Forderungen falsch liege, zeige nicht nur die schwache Beteiligung der Allgemein Bildenden Höheren Schulen am Boykott österreichweit, sondern auch die im Frühjahr dieses Jahres fehlgeschlagene Urabstimmung, wobei Jantschitsch für den Vorschlag der Einleitung solcher Boykottmaßnahmen nicht die erforderliche Mehrheit bekommen habe.
Bereits vor drei Jahren, als der AHS-Gewerkschafter zum Boykott der Schulveranstaltungen aufgerufen habe, hätten sich mehr als 64 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer gegen seine vorgeschlagene Verlängerung des Boykotts ausgesprochen, weil diese das Verhandlungsergebnis akzeptiert hätten, welches Jantschitsch nicht akzeptieren wollte. "Aber wen wundert das, vergleicht man die Gehälter der Lehrerinnnen und Lehrer mit dem des Chefs der AHS-Gewerkschaft?", so Schweitzer.

Zudem sei es überprüfenswert, so der freiheitliche Bildungssprecher, ob die Verweigerung von eintägigen Schulveranstaltungen, wie es von einem Viertel der Wiener AHS angekündigt werde, nicht rechtswidrig sei.

"Es stellt sich für uns die Frage, ob ein Skikurs für den Sportlehrer nicht ohnehin zur Basisarbeit und damit zum Grundgehalt gehört. Es ist lächerlich, wenn Klassenvorstände den Schülern die Mithilfe bei Impfaktionen verweigern, denn erstens ist der dafür notwendige zeitliche Aufwand sehr gering gehalten, die gesundheitsschädigenden Folgen für die Kinder hingegen könnten immens sein", gab der FPÖ-Bildungssprecher zu bedenken.

Mit solchen und ähnlichen Aktionen, wie beispielsweise auch der Verweigerung der Mithilfe bei den Schulbuchaktionen oder dem Klassensparen werden die schwächsten Glieder der Kette bestraft. "Wie kommen die Schüler dazu, Einbußen an der Schulunterrichtsqualität hinnehmen zu müssen, nur weil einige Lehrerinnen und Lehrer wieder vermehrt ihrer ureigensten Aufgabe, nämlich dem Unterrichten nachgehen und zusätzliche Ämter wie Kustodiate oder Ordinariate extra finanziell abgegolten bekommen?", schloß Schweitzer. (Schluß)

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