Brauner: Bestätigung für erfolgreichen Wiener Integrationsweg

Sprach- und Bildungsoffensive fortsetzen, Ausländerwahlrecht einführen

Wien, (OTS) "Es zeigt sich einmal mehr, dass der erfolgreiche Wiener Integrationsweg von den WienerInnen voll und ganz mitgetragen wird", kommentierte Wiens Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner am Freitag die Ergebnisse einer Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS). "Mit unserer umfassenden Sprachoffensive konnten in den letzten vier Jahren mehr als 22.000 ZuwanderInnen ihre Deutschkenntnisse grundlegend verbessern. Dies ist für ZuwanderInnen enorm wichtig, da sie wissen, dass so ihre Integration und ihre Chancen am Arbeitsmarkt viel besser werden", stellte Brauner fest.****

Solche Verbesserungen könne man aber nur durch konkrete Angebote und praxisorientierte Hilfe erreichen, so Brauner. Strafen und Sanktionen anzudrohen, ohne einen einzigen Deutschkurs anzubieten, wie dies die derzeitige Bundesregierung macht, sei der völlig falsche Weg und "einzig und allein dazu angetan, die Erfolge der Wiener Integrationspolitik zu gefährden". Integration müsse nämlich immer von beiden Seiten gewollt und aktiv betrieben werden, so Brauner:
"Die ZuwanderInnen lerne gerne Deutsch. Die WienerInnen wissen, dass gelebte Integration uns allen nutzt. Nur die Bundesregierung legt allen Betroffen durch Schikanen permanent Steine in den Weg."

Erfreut zeigte sich Brauner auch über die hohe Zustimmung der WienerInnen für das Ausländerwahlrecht, das sie in den kommenden Monaten weiter vorantreiben und so bald als möglich einführen wird:
"Die Demokratie lebt davon, dass jene, die seit mehreren Jahren hier leben, sich auch am politischen Entscheidungsprozess beteiligen können. Das Ausländerwahlrecht ist deshalb ein ganz wichtiger Punkt in unserem umfassenden Demokratiepaket." 60 Prozent Zustimmung für dieses Thema seien aber auch ein wichtiges Zeichen gegenüber der Integrationspolitik der derzeitigen Bundespolitik.

Wie die Studie belegt, gebe es leider aber auch noch viele Vorurteile, die nur durch die Hautfarbe oder das religiöse Bekenntnis hervorgerufen werden. Gerade hier müsse man weiterhin an "verstärkter Aufklärung, Information und Bekämpfung von diesen ungerechtfertigten Vorurteilen" arbeiten, so Brauner. Gerade der Islam als mittlerweile zweitgrößte Glaubensgemeinschaft sei hier besonders betroffen. "Unsere Integrationspolitik umfasst eine Unzahl von Maßnahmen. Die Studie zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch wenn noch ein großes Stück vor uns liegt", sagte Brauner abschließend. (Schluss) sl

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