NÖ Arbeitsmarkt: Bundesratspräsident Schöls schlägt Bau-Alarm 2.000 Bau-Arbeitsplätze weniger als im Vorjahr - aber Plus bei Frauen

St. Pölten (OTS) - Weil sich in Niederösterreich die Arbeitsmarktlage am Bau "in dramatischer Weise von der Gesamtsituation weg entwickelt hat und keine Besserung in Sicht ist", schlägt der Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafter, Bundesratspräsident Alfred Schöls, Alarm, oder wie er sagt, "Bau-Alarm": Stieg die NÖ Arbeitslosenrate insgesamt im Juli um 10,0 %, so war der Zuwachs am Bau mit 19,1 % fast doppelt so hoch. "Und das inmitten des Sommers, also in der Hochsaison am Bau", zeigt Schöls die Dramatik auf. Dazu komme eine nahezu parallel laufende negative Entwicklung bei den Bau-Insolvenzen, was die Lage am NÖ Arbeitsmarkt noch weiter verschärfen dürfte, befürchtet der Gewerkschafter. "Zur Jahresmitte waren heuer um 2.000 Bauarbeiter weniger beschäftigt als im Vorjahr, das sind rund zehn Prozent aller Beschäftigten im NÖ Baugewerbe". Schöls meint, "daß jetzt die Politik gefordert ist: Da müssen die Alarmglocken läuten und unabhängig von sinnhaften und notwendigen Sparmaßnahmen bei den Budgets muß die öffentliche Hand als Bau-Auftraggeber wieder stärker in Erscheinung treten."

Frauen im Plus: "Besser Teilzeitjobs als gar keine!"

Erfreulich ist die jüngste Entwicklung des Arbeitsmarktes lediglich für die Frauen, die entgegen den Gesamttrend sogar einen Beschäftigungszuwachs von 1,4 % (3.140) erzielen konnten. Schöls:
"Ach mir als Gewerkschafter sind Vollzeitarbeitsplätze lieber, aber daß wir bei den Frauen überhaupt einen Zuwachs verzeichnen können, verdanken wir den zunehmen den Teilzeitjobs. Und Teilzeitarbeit ist immer noch besser als gar keine," resümiert der Bundesratspräsident.

Gesamtdaten NÖ - Juli 2001

Arbeitslose 28.219 (Juli 2000: 25.642), offene Stellen 6.447 (7.733), unselbständig Beschäftigte 536.583 (538.361).

5 aus 23 - PRofi-Service für Redaktionen - Juli 2001

Arbeitslosenrate: die fünf Besten (Vergleich zum Vormonat)
Platz 7/2001 6/01 Ranking 6/2001
1 Melk 2,8 % 2,6 % Melk
2 Bruck/Leitha 3,2 % 2,9 % Waidhofen/Ybbs
3 Zwettl 3,3 % 2,9 % Bruck/L., Zwettl
4 Scheibbs, Waidhofen/Y. 3,4 % 3,1/2,7 % Scheibbs
6 Korneuburg, Tulln 3,5 % 3,2/3,3 % Korneuburg

Arbeitslosenrate: die fünf Besorgtesten

19 St.Pölten 5,2 % 5,0 % ex aequo Plätze 18-20:
20 Wr. Neustadt 5,3 % 5,0 % Wr. Neustadt, St.Pölten, Neunkirchen
21 Gmünd 5,8 % 5,7 % Gmünd
22 Baden 6,4 % 6,3 % Baden
23 Waidhofen/Thaya 7,5 % 7,5 % Waidhofen/Thaya

Kampf um Jobs: die fünf Erfolgreichsten (AL-Rate-Veränderung zu 2000)

Platz 7/2001 6/01 Ranking 6/2001
1 Gmünd - 3,2 % - 0,8 % Waidhofen/Ybbs
2 Waidhofen/Thaya - 2,5 % - 2,3 % Krems
3 Krems - 2,2 % - 6,1 % Neunkirchen
4 Neunkirchen - 1,9 % - 4,4 % Korneuburg
5 Schwechat + 2,6 % + 1,8 % Waidhofen/Thaya

Kampf um Jobs: die fünf Besorgtesten (AL-Rate-Veränderung zu 2000) 19 Gänserndorf + 24,5 % + 18,0 % Horn
20 Mistelbach + 24,7 % + 19,7 % Gänserndorf
21 Horn + 29,3 % + 12,7 % Mistelbach
22 Lilienfeld + 30,6 % + 33,2 % Scheibbs
23 Scheibbs + 31,4 % + 28,9 % Lilienfeld

Offene Stellen: die fünf Besten (Anzahl der offenen Stellen) Platz 7/2001 6/01 Ranking 6/2001
1 Wr. Neustadt 627 687 Wr. Neustadt
2 Baden 579 610 Baden
3 Gänserndorf 547 467 St.Pölten
4 Tulln 527 534 Tulln
5 St.Pölten 517 556 Gänserndorf

Offene Stellen: die fünf Knappsten
19 Waidhofen/Thaya 59 49 Zwettl
20 Lilienfeld 54 69 Horn
21 Berndorf 53 62 Waidhofen/Ybbs
22 Waidhofen/Ybbs 48 52 Waidhofen/Thaya
23 Gmünd 37 31 Gmünd (schluss)

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