ÖAMTC: Tunnelfahrt mit hohem Risiko

Club appelliert an Kraftfahrer Sicherheitsabstand einzuhalten

Wien (ÖAMTC-Presse) - Da es im Rückreiseverkehr bereits zu einer Überlastung des Hauptverkehrsnetzes gekommen ist und sich alleine in den letzten 24 Stunden drei schwere Tunnelunfälle ereignet haben, ruft der ÖAMTC die Kraftfahrer zu besonderer Disziplin auf. Gerade im Rückreiseverkehr sollte nicht das schnelle Heimfahren im Vordergrund stehen, sondern ebenfalls eine besonnene, defensive Fahrweise mit den nötigen Sicherheitsabständen, vor allem auch auf Tunnelstrecken.

Unabhängig davon erwartet sich der ÖAMTC am kommenden Reisewochenende eine erhöhte Bereitschaft der Einsatzkräfte vor den einröhrigen Tunnels. Im Katschbergtunnel der Tauernautobahn aber auch beispielsweise im Gräberntunnel und Herzogbergtunnel der Südautobahn wären nach Ansicht der ÖAMTC-Experten Tunnelbrände wegen unzureichender Belüftungsanlagen nicht beherrschbar.

Grundsätzlich rät der ÖAMTC bei Tunnelfahrten immer das Autoradio auf

Verkehrssenderfrequenz einzuschalten, bei entsprechender Brandwarnung den Autoschlüssel stecken zu lassen und sofort die "Flucht" anzutreten.

Club fordert zentrale Unfalldokumentation

Die Mitarbeit des ÖAMTC in der Tunnelsicherheitskommission und bei 70 internationalen Tunneltests hat gezeigt, wie mühsam es ist, Berichte über Tunnelunfälle zu erhalten. Der Club fordert daher eine zentrale Unfalldokumentation speziell für Tunnelunfälle. Dadurch könnten raschere Konsequenzen für Sicherheitsmaßnahmen gesetzt werden.

Da alle drei Unfälle der letzten 24 Stunden in einröhrigen Tunnels passiert sind, sieht sich der ÖAMTC in seiner Forderung nach einer zusätzlichen "Tunnel-Milliarde" pro Jahr für eine raschere Realisierung der zweiten Tunnelröhren im hochrangigen Netz bestätigt. Besonders für Katschberg und Tauerntunnel muss das Ausbauprojekt noch heuer vorgelegt werden.

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ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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