Rot-weiß-rotes Team für die 36. Internationale Berufsweltmeisterschaft 2001 in Seoul/Korea - BILD (web)

WM-Team aus Österreich ready for Seoul!

Salzburg (OTS) - Vom 12. bis 19. September wird in Seoul/Korea die 36. Internationale Berufsweltmeisterschaft 2001 ausgetragen. Aus Österreich sind wieder 21 junge Fachkräfte aus den verschiedensten Berufszweigen mit dabei. Die offizielle Verabschiedung der Mannschaft durch den Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Dr. Christoph Leitl, und den Direktor der Wirtschaftskammer Salzburg, Dr. Wolfgang Gmachl, fand am Donnerstag, 30. August, im Kavalierhaus von Schloss Kleßheim in Salzburg statt.

Die rot-weiß-roten Teams gehören zu den erfolgreichsten der Welt. Sie haben bisher 45 Gold-, 51 Silber- und 48 Bronzemedaillen errungen. Während der vergangenen zehn Bewerbe von 1981 bis 1999 wurden mehr als die Hälfte der österreichischen Teilnehmer mit Medaillen ausgezeichnet. Gleich viermal wurde Österreich als beste teilnehmende Nation gewertet und darf sich damit "best nation" nennen. Die WKÖ als Mitglied der Internationalen Organisation zur Förderung der Berufsausbildung und der internationalen Berufswettbewerbe (IVTO) hat seit 1961 insgesamt 317 junge Fachkräfte erfolgreich zu 22 Wettbewerben geführt.

Unterstützung durch Betriebe entscheidend

"Die österreichischen Unternehmen befürworten das Engagement der Wirtschaftskammer bei den Berufsweltmeisterschaften und tragen wesentlich zur Entsendung bei, indem sie den Jugendlichen ein spezielles Training ermöglichen, Sonderurlaub gewähren, Werkzeug zur Verfügung stellen und Spesen für die Vorbereitung auch außerhalb des Betriebes ersetzen. Dafür möchte ich mich besonders bedanken", sagte Leitl vor den Jugendlichen und den Experten, die sie während der Berufs-WM unterstützen. "Ich wünsche unserer Mannschaft in Seoul viel Erfolg und vor allem jedem Einzelnen viele neue Erfahrungen für seine berufliche Zukunft. Wenn man sich den Werdegang jugendlicher Teamkandidaten vergangener internationaler Berufsweltmeisterschaften ansieht, so hat noch jeder Karriere gemacht, sei es als Unternehmer oder in Spitzenpositionen in seiner Ausbildungsfirma."

"Die großen Erfolge der österreichischen Mannschaften liefern den entscheidenden Beweis dafür, dass sich das in Österreich praktizierte duale Ausbildungssystem auch im internationalen Vergleich beinahe konkurrenzlos präsentiert. Viele neue Impulse durch moderne Berufsbilder, qualifizierte Ausbilder aber auch durch neue Ausbildungsmöglichkeiten gewährleisten, dass ,Karriere mit Lehre' kein bloßes Schlagwort bleibt", betonte Dr. Wolfgang Gmachl, Direktor der Wirtschaftskammer Salzburg, anlässlich der Verabschiedung der WM-Teilnehmer. "Besonders freut es mich natürlich, dass mit der Oberösterreicherin Ulrike Pirklbauer, Restaurantfachfrau im Schloßhotel Fuschl, auch eine junge Facharbeiterin aus einem Salzburger Betrieb in Seoul um eine Medaille mitkämpft", ergänzte Gmachl.

High-Tech-Berufe mit dabei

Bei den österreichweiten Vorauswahlen für die Teilnahme an der 36. Berufsweltmeisterschaft haben sich 21 Jugendliche in 19 Berufen qualifiziert und dabei erste Wettkampfstimmung geschnuppert. Österreich wird in Seoul mit sechs Oberösterreichern, je fünf Tirolern und Vorarlbergern, drei Niederösterreichern und je einem Wiener und Steirer vertreten sein. Erstmals werden heuer auch Teilnehmer in neuen Berufen wie dem Mechatroniker - ein Teamberuf für zwei Kandidaten -, Informationstechnologie und Technischer Zeichner entsendet. CNC-Dreher, CNC-Fräser, Werkzeugmacher und Betriebselektriker sind ebenfalls Berufe mit hohem technischen Anspruch. Mit dabei sind weiters die Berufe Bau- und Möbeltischler, Sanitärinstallateur, Maler und Kfz-Techniker. Damenfriseur, Florist und Landschaftsgärtner, Konditor, Maschinenschlosser, Koch und Restaurantfachmann sind weitere Berufssparten, in denen um die Weltmeisterschaft gekämpft wird.

"Hauptproblem der Teilnehmer ist nicht die fachliche Bewältigung der Aufgaben, sondern der Zeitdruck und die hohe Erwartungshaltung aufgrund der großen Erfolge in der Vergangenheit", erklärt Delegationsleiter Dr. Peter Kranzlmayr von der Wirtschaftskammer Salzburg. Vor dem viertägigen Wettkampf richten die Teilnehmer die ihnen zugelosten Arbeitsplätze ein und testen die zur Verfügung gestellten Maschinen, aber auch die von ihnen mitgebrachten Materialien und Werkzeuge (Österreich verschickt heuer wieder mehr als sechs Tonnen verpacktes Werkzeug im Wert von mehreren Millionen Schilling). Die Aufgabe besteht darin, innerhalb von maximal 22 Arbeitsstunden eine oder mehrere praktische Wettbewerbsarbeiten zu bewältigen.

Die WKÖ ist für die Vorbereitung und Entsendung des österreichischen Teams verantwortlich. Ein wettbewerbserfahrenes Organisationsteam, bestehend aus dem offiziellen Delegierten Peter Kranzlmayr (Wirtschaftskammer Salzburg), dem technischen Delegierten Johann Markl (WIFI Österreich) und den beiden Jugendbetreuern Werner Steger (Wirtschaftskammer Tirol) und Johann Steinringer (Wirtschaftskammer Österreich) und 19 Experten für die einzelnen Berufe kümmern sich um die Jugendlichen. Das rot-weiß-rote Team wird für den Einmarsch in Seoul von den Firmen Gießwein in Brixlegg/Tirol und Adelsberger in St. Johann im Pongau/Salzburg offiziell eingekleidet. Weitere Sponsoren des Teams sind: Würth, RZB Wien, Ökopharm, Kuoni und Beinsteiner Marketing.

Die Teilnehmer sind:

Maschinenschlosser Armin Falk von der Illwerke AG in Schruns/Vorarlberg
Werkzeugmacher Martin Maccani von der Julius Blum GmbH in Höchst/Vorarlberg
Mechatroniker Jürgen Tauschek von der Voest-Alpine-Stahl in Linz/Oberösterreich
Mechatroniker Christian Tober von der Voest-Alpine-Stahl in Linz/Oberösterreich
Technischer Zeichner-CAD Hansjörg Ragg von der Westcam Datentechnik GmbH in Innsbruck/Tirol
CNC-Dreher Michael Blum von der Julius Blum GmbH in Höchst/Vorarlberg
CNC-Fräser Gernot Glatzle von der Julius Blum GmbH in Höchst/Vorarlberg
Informationstechnologe Bernhard Waglechner von der Siemens AG Österreich in Wien
Sanitärinstallateur Johann Auer von der Gahleitner Installationen GmbH & Co KG in Kopfing/Oberösterreich
Betriebselektriker Arsim Jakupi von der OMV AG in Gänserndorf/Niederösterreich
Maler Reinhard Grabher von der Firma "Der Grüne" in Hard/Vorarlberg Möbeltischler Heinz Winkler von der G. Kienpointner GmbH in Waidring/Tirol
Bautischler Andreas Riedler von der Bene Büromöbel KG in Waidhofen an der Ybbs/Niederösterreich
Florist Andreas Stern von der Blumen Boutique in Petersdorf/Steiermark
Damenfriseurin Eva Maurer vom Salon Beauty Hair in Leutasch/Tirol Kfz-Techniker Harald Rojky vom Flughafen Wien-Schwechat/Niederösterreich
Restaurantfachfrau Ulrike Pirklbauer vom Schloßhotel Fuschl/Salzburg Koch Patric Walser vom Trofana Royal in Ischgl/Tirol
Konditorin Eveline Wild von der Konditorei Valier in Innsbruck/Tirol Landschaftsgärtner Hans Peter Reinthaler von der Firma Zauner & Leopold in St. Martin/Oberösterreich
Landschaftsgärtner Harald Schütz von der Firma Zauner & Leopold in St. Martin/Oberösterreich

Die Idee, internationale Berufswettbewerbe durchzuführen, entstand in Spanien. Der erste Internationale Berufswettbewerb fand 1950 mit je zwölf Teilnehmern aus Spanien und Portugal in zwölf Berufen statt. In Seoul werden sich über 600 Jugendliche aus 35 Teilnehmerländern in knapp 40 Berufen dem Vergleich stellen. Mehr als 100.000 Zuseher werden die Bewerbe live verfolgen.

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