ORF ab September durch eigenen Repräsentanten bei ARTE vertreten

Verstärkte Zusammenarbeit mit dem europäischen Kultursender

Wien (OTS) - Der ORF, seit 1. April 2001 assoziiertes Mitglied des europäischen Kultursenders ARTE, ist ab September mit einem eigenen Repräsentanten in der ARTE-Zentrale in Straßburg vertreten. Mag. Petra Gruber von der für die Zusammenarbeit mit ARTE zuständigen ORF-Hauptabteilung Planung und Koordination (Leitung: Wolfgang Lorenz) wird vor allem den Programmaustausch und die Koproduktionen zwischen ORF und ARTE betreuen.

Wolfgang Lorenz: "Mit unserer Repräsentanz in Straßburg wollen wir die Zusammenarbeit zwischen ORF und ARTE weiter intensivieren. ARTE ist ein gelungenes Experiment für die europäische Integration via Kultur. Unsere als ,work in progress' zu verstehende Kooperation bedeutet eine Bereicherung für Österreich und für Europa: Österreich bekommt einen Mehrwert an europäischer, Europa einen Mehrwert an österreichischer Kultur."

Mag. Petra Gruber, seit elf Jahren für den ORF tätig, zuletzt im Bereich der "Zeit im Bild"-Auslandsberichterstattung, zu ihrer neuen Aufgabe: "Ich freue mich auf die Herausforderung, den ORF bei ARTE vertreten zu dürfen und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen von ARTE und anderen assoziierten Rundfunkanstalten spannende Kultursendungen für ein europäisches Publikum zu ermöglichen."

Zusammenarbeit ARTE - ORF
Gemeinsame Koproduktionsprojekte zwischen ORF und ARTE gibt es bereits seit 1998, durch den am 1. April 2001 in Kraft getretenen Assoziierungsvertrag wurde die Zusammenarbeit der beiden Sender ausgebaut. Aktuelle Beispiele dieser erfolgreichen Kooperation sind die TV-Krimi-Reihe "Polt muss weinen", der Themenabend "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" im ORF-Osterprogramm sowie zwei Produktionen im Rahmen der Salzburger Festspiele: das Thomas-Hampson-Konzert "I hear America singing" und die Richard Strauss-Oper "Ariadne auf Naxos" die am 5. September in ARTE und am 1. November in ORF 2 gesendet wird. Geplante gemeinsame Themenabende beschäftigen sich mit "Friseure / Coiffeurs" (28. Oktober, u.a. mit einer Dokumentation über "Picassos Friseur"), mit den Geschwistern Maria und Maximilian Schell, mit André Heller, mit Thomas Bernhard und mit dem orthodoxen Christentum.

Assoziationspartner ORF
Der ORF ist nach dem belgischen Rundfunk RTBF und dem polnischen Sender TVP der dritte ARTE-Assoziationspartner, weitere Kooperationspartner sind die Schweizer SRG SSR idée suisse, TVE aus Spanien, das finnische YLE und NPS aus den Niederlanden. Als assoziiertes Mitglied ist der ORF mit beratender Stimme in der ARTE-Mitgliederversammlung sowie im ARTE-Programmbeirat und in der Programmkonferenz in der ARTE-Zentrale in Straßburg vertreten.

60 Stunden Programm, davon 24 Stunden Koproduktionen
Mit dem Assoziierungsvertrag steigt das Volumen der ORF/ARTE-Koproduktionen von jährlich cirka neun auf mindestens 24 Stunden für die Dauer des Vertrags an. Gleichzeitig werden die Investitionen in diese Koproduktionen um das Doppelte erhöht. Der ORF erhält durch den Vertrag Zugriff auf 60 Programmstunden aus dem ARTE-Bestand, im Gegenzug stellt der ORF ARTE 36 Stunden Programm zur Verfügung. Dem ORF wird das Recht eingeräumt, die mit ARTE koproduzierten Sendungen im ORF-Programm, auf 3sat und in ALPHA Österreich auszustrahlen.

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