ARBÖ: Sperre des Katschbergtunnels nach Frontalzusammenstoß

Frontalzusammenstoß in zweiröhrigen Katschbergtunnel wäre nicht möglich

Wien (ARBÖ) - Es kam wie es kommen mußte. Wieder einmal mußte ein

Wien (ARBÖ) - Es kam wie es kommen mußte. Wieder einmal mußte ein einröhriger Autobahnstrassentunnel auf Grund eines Unfalls gesperrt werden, berichtet der ARBÖ. Heute Morgen mußte der Katschbergtunnel bei Rennweg auf der A10, Tauernautobahn, auf Grund eines Frontalzusammenstoßes gesperrt werden.

Gegen 8:18 Uhr stießen in dem Tunnel mit Gegenverkehr 2 Fahrzeuge zusammen. In weiterer Folge fuhren 2 weitere Pkw auf die Unfallwracks auf. Nach ersten Angaben von der Unfallstelle wurden insgesamt 4 Personen verletzt. Die Gendarmerie gab einen Schwerverletzten und 3 Leichtverletzte als Unfallopfer. Auf Grund der Bergungs- und Rettungsarbeiten mußte der Katschbergtunnel in beide Richtungen gesperrt werden.

Sicherheitsstandards des Katschbergtunnel unzureichend

Nach Meinung des ARBÖ kann man heute vom Glück im Unglück sprechen, dass es zu keinem Brand im Katschbergtunnel kam. Denn der Katschbergtunnel hat noch immer den Sicherheitsstandard des Tauerntunnel, bevor es am 29. Mai 1999 zur Katastrophe kam. Die Lehren aus dem Brand im Tauerntunnel wurden durch Sanierung gezogen. Weshalb seit zwei Jahren nicht gleichzeitig auch dort Verbesserungsmaßnahmen eingesetzt haben, sondern erst im Oktober 2001 damit begonnen wird, ist unverständlich, kritisiert der ARBÖ.

Man sollte beim heutigen Unfall im Katschbergtunnel - und das während des starken Sommerrückreiseverkehr in den nächsten Tagen - eines nicht vergessen, dass in zweiröhrigen Straßentunnels kein Frontalzusammenstoß möglich wäre. Für den ARBÖ muss der Ausbau der Tunnels auf zwei Röhren daher gleichfalls mittelfristig erfolgen, wie kurzfristige Verbesserungsmaßnahmen. Ein Umdenken in der Verkehrspolitik und keine Absage an zweiröhrigen Tunnelbau ist bei entsprechendem Verkehrsaufkommen und Tunnellänge an erste Stelle zu setzen. Österreicher und ausländische Gäste zahlen Milliardenbeträge für die Mautvignetten, sie haben daher ein Anrecht auf verkehrssichere Straßen. Die Steuern und Abgaben der Kraftfahrer wurden über Jahre nicht zweckmäßig eingesetzt, betont der ARBÖ.

(Forts. mögl.)

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