Morak: Die Globalisierung ist ein Prozess der ohne Alternative abläuft

Eröffnung der Alpbacher Mediengespräche "Entgrenze Medienwelten"

Wien (OTS) - "Die Globalisierung ist ein Prozess, der ohne Alternative abläuft. "Entgrenzung" ist ein Programm der Zukunft, die wir meistern müssen," sagte Medienstaatssekretär Franz Morak, heute, anlässlich der Eröffnung der Alpbacher Mediengespräche.

In der Informationsgesellschaft werden von den neuen Kommunikationstechnologien alle Lebensbereiche tangiert. Die Verfügbarkeit über Informationen wird maßgeblich über Lebensentwürfe der Menschen mitentschieden. Hier seien alle gefordert, dass keine Barrieren, weder wirtschaftliche noch regionale, weder bildungspolitische noch soziale den Zugang zu den neuen Medien behindern.

Morak betonte, dass im Zuge des höchst kommerzialisierten und ausdifferenzierten Medienumfelds gerade die Frage der Digitalisierung des Rundfunks eine zentrale kultur- und medienpolitische Frage sei und verwies auf das Ziel der europäischen Union, in diesem Jahrzehnt die Umstellung von analogem zum digitalen Rundfunk zu realisieren. Die bisherigen Frequenzprobleme wären dann de facto Vergangenheit. Dieses neue Medienumfeld wird durch eine nahezu beliebig erweiterbare spezifische Gestaltung und Individualisierung des Programmangebotes charakterisiert.

Die Eckpunkte für die Digitalisierung unseres Landes haben wir im Privatfernsehgesetz verankert. Hier soll die digitale Plattform Austria rundfunkpolitisch elementare Fragen wie beispielsweise jene der Marktentwicklung und Marktchancen für alle Varianten der digitalen Verbreitung, die Festlegung der Regionen bzw. Ballungsräume für den digitalen Probebetrieb und selbstverständlich die Frage zur Sicherung von Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit auf allen Stufen des digitalen Übertragungsweges diskutieren. Denn, so der Staatssekretär weiter, "die Sicherung der Zugangsoffenheit, ist die Schlüsselfrage der Medienpolitik im digitalen Zeitalter".

"Ich bin davon überzeugt, dass mit der Ausdifferenzierung und Individualisierung des Programmangebots auch wiederum die Nachfrage nach Orientierung und damit nach Integration einhergehen wird. Die Fragmentierung des Angebots wird das Bedürfnis nach gemeinsamen Themen, über die öffentlich debattiert wird, steigern." so Morak.

In diesem Zusammenhang "steht für Morak außer Streit, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk, das elektronische Leitmedium, ein wichtiger Informationsvermittler und Kulturträger sowie eine bedeutende Institution gesellschaftlicher Integration bleiben muss. Gerade aus diesem Grund haben wir für den ORF adäquate, an den Erfordernissen eines "entgrenzten" wettbewerbsorientierten Medienumfelds orientierte Rahmenbedingungen geschaffen, die ihn im nationalen und internationale Wettbewerbs auch in Hinkunft als starken Teilnehmer positionieren werden.

An den Ausspruch von Peter Weibel erinnernd mahnte Morak abschließend, dass Österreich entweder an der Globalisierung teilnehmen könne, oder aber nur die Alternative der Musealisierung bliebe.

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