Schabl: Arbeitsmarkt: Beschäftigung hat Vorrang

Trendumkehr am NÖ Arbeitsmarkt - Arbeitslosigkeit steigt wieder erstmals gemessen am Vergleichszeitraum

St. Pölten, (SPI) - "Seit Monaten fordern die Sozialdemokraten, dass im Rahmen der Beschäftigungspolitik rechtzeitig Maßnahmen gegen eine möglichen Anstieg der Arbeitslosenrate getroffen werden. Unsere Forderungen und Prognosen sind immer nur bagatellisiert und verharmlost worden. Wer sich bei Konjunkturentwicklungen nur ein bißchen auskennt, weiß, dass in Zeiten der Hochkunjunktur für die früher oder später folgende Rezession entsprechend vorgesorgt werden muss. Gerade das hat die blauschwarze Bundesregierung sträflichst verabsäumt. Wir Sozialdemokraten haben eindringlich davor gewarnt, dass in sensiblen Bereichen wie eben der Beschäftigungssektor einer ist, Kürzungen und Sparmaßnahmen negative Folgen haben. Anstatt die Beschäftigungspolitik zu forciern, hat sich "Blauschwarz" auf das Kürzen und Auflösen von beschäftigungsrelevanten Instrumenten konzentriert. Im August dieses Jahres ist die Arbeitslosigkeit gemessen am Vergleichszeitraum des Vorjahres um 11,8 % angestiegen. Diese Entwicklung ist eine deutliche Trendumkehr am NÖ Arbeitsmarkt und erfordert daher gemeinsame Maßnahmen, um ein weiteres Abtriften zu verhindern", kommentiert der Zweite Präsident des NÖ Landtages und SP-LAbg. Emil Schabl die derzeitige Arbeitsmarktsituation.****

In Niederösterreich haben laut Angaben des AMS 1.127 Jugendliche im Juli 2001 einen Job gesucht - offene Stellen hingegen sind in diesem Monat lediglich 507 zur Verfügung gestanden. Damit hat sich die Zahl der Lehrstellensuchenden gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 300 erhöht. "Die Weiterführung der Kurs- und Stiftungsmaßnahmen sind daher unumgänglich. Diese Zahlen beweisen, dass die Bundesregierung zur Erreichung des Nulldefizits steigende Arbeitslosenzahlen in Kauf nimmt. Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung brauchen wir in NÖ einen gemeinsamen Kurs im Kampf gegen die aufdämmernde Rezession. Ein Beschäftigungsgipfel mit Sonderprogrammen insbesondere für die Bauwirtschaft könnten ein Beitrag zur Stabilisierung des NÖ Arbeitsmarktes sein", so Schabl.
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