Fasslabend: ÖAAB-Bundesvorstand bestätigt Eckpunkte zur Abfertigung Neu

Altes System kommt Glücksspiel gleich und entspricht nicht mehr

den Anforderungen

Wien, 30. August 2001 (ÖAAB-PD) Drei Eckpunkte für die Abfertigung Neu hat heute, Donnerstag, der ÖAAB-Bundesvorstand bestätigt. "Wir halten es für notwendig, daß die Einzahlung mit Beginn eines Arbeitsverhältnisses starten muß, daß sich die Einzahlungsdauer über das gesamte Berufsleben erstrecken muß und daß am Ende des Berufslebens die Arbeitnehmer die Wahl haben müssen, ob sie sich die Abfertigung auszahlen lassen oder sie als lebenslange Zusatzpension nutzen", sagte ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. Eine Einigung über die Neuregelung müsse so rasch wie möglich erzielt werden, da das alte Abfertigungssystem den Anforderungen der modernen Arbeitswelt nicht mehr genüge und zudem die Ungerechtigkeit in sich berge, daß es für die Arbeitnehmer "zu einem Glücksspiel werde, ob sie eine Abfertigung erhalten oder nicht". ****

Durch die Neuregelung des Abfertigungssystems müsse gewährleistet sein, daß wirklich alle Arbeitnehmer in den Genuß einer Abfertigung kommen. "Bei Kündigung durch den Arbeitgeber muß dem Arbeitnehmer die Abfertigung wie bisher ausbezahlt werden, es sei denn er möchte sie von sich aus in der Abfertigungskasse als Zusatzpension weiterhin ansparen", sagte Fasslabend. Kündigt der Arbeitnehmer selbst, so werde das neue System einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem alten bieten: "Wer derzeit selbst kündigt, bekommt gar nichts. In Zukunft können Arbeitnehmer, die selbst kündigen, ihren Abfertigungsanspruch weiterhin in der Abfertigungskasse mitnehmen", so Fasslabend. Diese Neuregelung biete auch einen breiten Einstieg in die zweite Säule der Altersvorsorge.

Hinsichtlich des Zeitplans zur Umsetzung der Abfertigung Neu zeigte sich der ÖAAB-Obmann zuversichtlich, daß es noch in diesem Herbst zu einer Einigung kommen werde, die dann vom Ministerrat beschlossen und umgehend der parlamentarischen Behandlung zugeführt werden kann. "Im Interesse der Arbeitnehmer darf es keine weiteren Verzögerungen bei der Umsetzung mehr geben, denn für sie stellt die Abfertigung Neu den wohl entscheidendsten sozialpolitischen Vorteil dieses Jahrzehnts dar", sagte Fasslabend.
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