Zwischenbilanz des NÖ Beschäftigungspaktes 2000 - 2004

Deutlich weniger Arbeitslose

St.Pölten (NLK) - Der NÖ Beschäftigungspakt 2000 - 2004 sei durchaus erfolgreich gewesen, meinten heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, der Bundesminister für soziale Sicherheit und Generationen, Mag. Herbert Haupt, und Mag. Karl Fakler vom Arbeitsmarktservice Niederösterreich bei einer Zwischenbilanz über den "Territorialen Beschäftigungspakt" zwischen dem Land Niederösterreich, dem Bundessozialamt und dem Arbeitsmarktservice Niederösterreich in einer Pressekonferenz im Landhausviertel in St.Pölten.

Der NÖ Beschäftigungspakt unterscheidet sich von ähnlichen Vereinbarungen in anderen Bundesländern durch zwei Dinge: Das Bundessozialamt ist Partner, und die Kinderbetreuung ist Inhalt des Vertrages. Das heißt, dass in Niederösterreich die Beschäftigung von behinderten Menschen und die Schaffung von zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen, damit Beruf und Familie besser vereinbar sind, einen besonders hohen Stellenwert besitzen. Die Erfolge können sich sehen lassen: Im Jahr 1998 habe die Arbeitslosenquote 6,9 Prozent betragen, im Jahr 2000 sei sie auf 5,8 Prozent gesunken, im Jahr 2001 werden 5,9 Prozent erwartet, sagte Prokop. Die Zahl der Beschäftigten sei im Jahr 2000 auf 522.000 gestiegen, heuer werde diese Zahl gleich bleiben. Im Jahr 2000 hätten die Vertragspartner gemeinsam für Maßnahmen 1,246 Milliarden Schilling (90.550.351 Euro) aufgebracht, heuer seien es 1,391 Milliarden Schilling (101.087.912 Euro). 38.000 NiederösterreicherInnen hätten im Vorjahr im Rahmen dieses NÖ Beschäftigungspaktes Mittel für Beschäftigung, Schulung, Beratung und Kinderbetreuung erhalten. Weil sich heuer ab dem Frühjahr die Konjunktur abgeschwächt habe und die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen sei, hätten alle Vertragspartner gemeinsam gegengesteuert, sagte Prokop. Das Land Niederösterreich allein werde heuer seine Ausgaben beim NÖ Beschäftigungspakt von 265 Millionen Schilling (19.258.301 Euro) auf 279 Millionen Schilling (20.275.720 Euro) steigern und dabei Projekte vorziehen, die erst 2003 oder 2004 in Angriff genommen werden würden. Als Beispiele für neue Projekte des Jahres 2001 nannte Prokop eine IT-Ausbildung für arbeitslose Pädagogen an Fachhochschulen, betriebsorientierte Ausbildung von Arbeitslosen, ein Beschäftigungsprojekt für Menschen mit besonderen Bedürfnissen auf Golfplätzen und ein weiteres Auffangnetz für Jugendliche ohne Lehrstelle mit Beteiligung des Landes.

Bundesminister Mag. Herbert Haupt setzte sich besonders für Maßnahmen zu Gunsten der Behinderten ein und meinte, dass es allen Vertragspartnern gelungen sei, gemeinsam Hemmnisse bei den Wirtschaftstreibenden zu beseitigen und so zu erreichen, dass vermehrt Menschen mit besonderen Bedürfnissen aufgenommen werden. Auch sei es gelungen, die Zahlen für Frauen mit Behinderungen, die von den Vertragspartnern gefördert wurden, von 36 auf 50 Prozent zu steigern. Mag. Karl Fakler meinte, dass trotz einer "Delle" dennoch mehr Arbeitssuchende vermittelt werden konnten.

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