Fallent: Temelin wird zur Überlegensfrage

Geplantes freiheitliches Volksbegehren zeigt schon jetzt Erfolg: "Immer mehr Menschen schließen sich unserer Position an!"

Wien, 2001-08-30 (fpd) - "Neben vielen offenen Fragen im Zusammenhang mit der Osterweiterung wird das AKW Temelin für die Bevölkerung Mitteleuropas immer mehr zur Überlebensfrage", betonte heute FPÖ-Umweltsprecher Abg. Ing. Gerhard Fallent. ****

Neben vielen ungelösten Problemen wie Strahlung, Lagerung des atomaren Abfalls sowie der Rückbau und die Entsorgung der Anlagen am Ende der Lebensdauer, die alle Atomkraftwerke betreffen, gebe es bei Temelin eine Reihe weiterer schwerwiegender Mängel, kritisierte Fallent.

Der Druckkessel in dem die atomare Kettenreaktion stattfindet, versprödet durch den hohen Nickelgehalt des Stahls.
Die Schwingungen der Turbine sind auf Resonanz und Unwucht zurückzuführen. Die enormen frei werdenden Kräfte beschädigen und zerstören Bauteile der Turbine sowie des Fundamentes.
Im AKW Temelin wurde westliche und östliche Technik ohne ausreichende Abstimmung vermischt. Dies führt zu nicht vorhersehbaren Störungen und Kettenreaktionen durch das zufällige Auftreten verschiedener Umstände und Einflüsse.

"Jeder Techniker hat großen Respekt vor Resonanz, Versprödung und Technologiemix. Bei Temelin wurde all dies weitgehend ignoriert. Weiters ist erschwerend festzustelllen, daß die seismische Situation nicht ausreichend Berücksichtigung fand und in der letzten Bauphase sowie beim gegenwärtigen Betrieb das Geld fehlt", bemerkte der Umweltsprecher.

"Experten aber auch immer mehr Politiker im In- und Ausland kommen zur Einsicht, daß die sofortige Stillegung Temelins zu fordern ist. Dies würde auch die wirtschaftlichste Lösung des Problems sein, da bei günstigsten Rahmenbedingungen in Zukunft nur die laufenden Betriebskosten erwirtschaftet werden könnten. Somit ist Temelin für gegenwärtige und kommende Generationen zur Überlebensfrage geworden", zeigte sich Fallent besorgt.

"Umweltminister Molterer hat daher auf Grund der Beschlüsse des Nationalrates der Tschechischen Bundesregierung mitzuteilen, daß unter diesen Umständen ein Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union nicht möglich ist. Das eingeleitete freiheitliche Volksbegehren "Veto gegen Temelin" gibt der österreichischen Bevölkerung die Möglichkeit, die zuständigen Politiker aufzufordern, endlich zu handeln", so Fallent abschließend. (Schluß)

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