Pünktlichkeit verbessert - Bahn bleibt zuverlässigstes Verkehrsmittel in der Bundesrepublik

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Die Deutsche Bahn AG ist beim Thema Pünktlichkeit weiter auf Kurs. Im ersten Halbjahr 2001 kamen über 92 Prozent der Personenzüge pünktlich ans Ziel. Sogar 96 Prozent der Reisenden im Fernverkehr hatten keine Probleme, ihre Anschlusszüge zu erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich damit die Pünktlichkeit bei der Bahn weiter verbessert. Hans G. Koch, Marketingvorstand Personenverkehr:

O-Ton (ors03831) Hans G. Koch, Marketingvorstand Personenverkehr (0:17)

"Was die Pünktlichkeit angeht, klaffen leider Image und Wirklichkeit bei der Bahn auseinander. In Wirklichkeit ist die Bahn das pünktlichste Verkehrsmittel in Deutschlands. Wir sind pünktlicher als das Auto, wir sind pünktlicher als das Flugzeug. Das sind beeindruckende Werte und das können die anderen Verkehrsträger nicht erreichen"

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Eine Untersuchung, die heute die Stiftung Warentest vorgelegt hat, kommt indes zu anderen Ergebnissen: Der Test hatte ergeben, dass die Bahn unpünktlicher sei, als sie angibt - 86 Prozent der Züge erreichten laut Stiftung Warentest ihr Ziel pünktlich. Aus Sicht der Bahn weist der Test allerdings einige Mängel auf.

So seien die Tester kurz nach dem Fahrplanwechsel im Juni unterwegs gewesen - der neue Fahrplan habe sich aber erst einspielen müssen. Außerdem sei der Pünktlichkeitsmaßstab auf ein oder zwei Minuten Basis willkürlich gewählt. Auf europäischer Ebene gilt ein Zug erst als verspätet, wenn er mehr als fünf Minuten vom Fahrplan abweicht. Im Flugverkehr werde sogar mit 15 Minuten gerechnet. Schließlich hätten die Tester nicht berücksichtigt, dass häufiger Züge warten, damit Reisende ihre Anschlüsse noch erreichten.

Dass es bei der Bahn allerdings noch einiges zu tun gibt, das räumt auch Koch ein. Die größte Aufgabe, an der die Bahn derzeit mit Hochdruck arbeite, sei die Modernisierung des Schienennetzes:

O-Ton Hans (ors03832) G. Koch, Marketingvorstand Personenverkehr (0:30)

"Die letzten vierzig Jahre ist in das Schienennetz deutlich weniger investiert worden als beispielsweise in die Autobahnen. Und das rächt sich jetzt. Und natürlich bauen wir jetzt im Augenblick extensiv unser Schienennetz aus und dann kommt es genau wie auf Autobahnen zu dem, was sie dort auch kennen, nämlich Baustellen. Nur leider haben wir selten Umgehungsstraßen. Das heißt, wir müssen einfach langsamer in diesen Baustellen fahren, kennen Sie auch von der Autobahn. Aber: Diese Modernisierung unseres Netzes ist einfach erforderlich, um das Ziel 95 Prozent Pünktlichkeit zu erreichen"

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Allerdings: Eine hundertprozentige Pünktlichkeit werde es bei der Bahn nie geben. Dazu sei der Bahnverkehr mit viereinhalb Millionen Fahrgästen und 38000 Zügen täglich zu komplex. Zu viele Einflüsse wirken sich auf den Fahrplan aus: Blitzeinschläge in Oberleitungen, Selbstmorde, Unfälle an Bahnübergängen oder der Ausfall einer Lokomotive um nur einige zu nennen. Trotz der vielen Unwägbarkeiten im Bahnsystem können sich die Reisenden künftig darauf verlassen, dass sie umfassend und schnell darüber informiert werden, wie es bei Störungen weitergeht.

O-Ton (ors03833) Hans G. Koch, Marketingvorstand Personenverkehr (0:28)

"Ich verstehe jeden Kunden, der sauer ist, wenn wir unpünktlich sind. Die Frage ist nur, wie gehe ich dann mit diesem Kunden um. Und mit Recht ist ein Kunde dann sauer, wenn wir ihn im unklaren lassen, warum sind wir überhaupt verspätet und wie geht seine Reise eigentlich weiter. Das heißt, wichtiger noch als 100 Prozent Pünktlichkeit ist die Information bei Verspätungen: Wie verspätet bin ich und welche Auswirkungen hat das auf meinen Anschluss und hat dort jemand auf dem anderen Bahnhof Sorge getragen, dass ich meinen Anschluss noch erwische"

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