Berger warnt vor Diskriminierung von künftigen EU-Bürgern am Arbeitsmarkt durch Grenzpendlerabkommen

Wien (SK) "Wir brauchen Garantien, damit Bürger von Kandidatenländern nicht künftig - neben der quantitativen Beschränkung über Übergangsfristen - auch sozial- und arbeitsrechtlich gegenüber Österreichern schlechter gestellt werden können", erklärte die SPÖ-Abgeordnete im Europäischen Parlament Maria Berger Donnerstag in einem Gespräch mit EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen in Brüssel. "Die österreichische Bundesregierung strebt es offensichtlich an, Bürger von Nachbarstaaten auch nach deren EU-Beitritt durch Grenzpendler-, Saisonier- und regionale Beschäftigungsabkommen zu diskriminieren. Die Kommission muss daher in den Beitrittsverhandlungen sicher stellen, dass Übergangsfristen nur quantitativ, nicht aber qualitativ zu verstehen sind." Verheugen erklärte, die Intentionen der EU-Kommission deckten sich in dieser Frage mit jenen Bergers. ****

"Gerade erst beigetretene EU-Bürger müssen die gleichen Arbeitsbedingungen wie österreichische Staatsbürger auf dem Arbeitsmarkt haben - und für die gleiche Leistung den gleichen Lohn erhalten. Das Recht auf Familiennachzug muss nach dem Beitritt auch für Bürger der derzeitigen Beitrittskandidaten in voller Geltung stehen", schloss Berger. (Schluss) ns/mm

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