Böhacker: Mitgliedsbeiträge bei Postgewerkschaft ab Juni um 33,33 Prozent erhöht

Gewerkschaftsbosse kassieren - kleine Mitglieder müssen blechen

- Steuerzahler zahlt mit

Wien,2001-08-30 - (fpd) "Es ist ein Skandal wie die Postgewerkschaft mit ihren kleinen Mitgliedern umspringt, kritisierte der Salzburger FPÖ-NAbg. Hermann Böhacker. Während sich die Postgewerkschaftsbosse Gehaltserhöhungen von bis zu 80 Prozent "ausverhandeln" haben sie ab Anfang Juni die Mitgliedsbeiträge zur Postgewerkschaft für rund 75.000 Mitglieder um ein Drittel erhöht. Da diese Gewerkschaftsbeiträge steuerlich absetzbar sind, gehen diese Mehreinnahmen der Postgewerkschaft in Höhe von mehr als 50 Millionen Schilling zu einem Gutteil zu Lasten des Bundesbudgets und sind daher vom "Steuerzahler" mit zu finanzieren, so der freiheitliche Finanzsprecher.

Auch wenn die Postgewerkschaft seit Jahren eine Sonderstellung innerhalb des ÖGB hatte, es wurden nicht ein Prozent des Bruttogehaltes sondern nur 0,75 Prozent von den Mitgliedern eingehoben, so sei diese "brutale" Erhöhung angesichts der Diskussion rund um die Gehälter der Postgewerkschafter ein Sittenbild dafür, wie abgehoben und mitgliederfeindlich die ÖGB-Spitze agiere, sagte Böhacker.

Wenn der ÖGB die Erhöhung auch mit einer Vereinheitlichung der Mitgliedsbeiträge in allen Fachgewerkschaften begründet, so wäre es im Interesse der Mitglieder gelegen die Beitragssätze für alle Teilgewerkschaften auf 0,75 Prozent vom Bruttogehalt zu reduzieren und nicht die Beiträge der Postgewerkschafter zu erhöhen. Damit könnte der ÖGB einen wertvollen Beitrag zur immer wieder geforderten Senkung der Lohnnebenkosten leisten. Dem "Hackler" würde mehr Geld im Geldbörsel bleiben.

Den Gewerkschaftsmitgliedern kann angesichts des Gagenskandals nur empfohlen werden gegen diese preistreiberische Erhöhung der Beiträge massiv zu protestieren und "notfalls" Kampfmaßnahmen, hin bis zum Austritt aus der Gewerkschaft, ins Auge zu fassen, schloß Böhacker. (Schluß)

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