FP-Sichrovsky: Absage von Frau Außenminister an UNO-Rassismus-Konferenz wird von FPÖ begrüßt

Vorverurteilung von Teilnehmern verhindert einen Erfolg der Konferenz

Wien, 2001-08-30, -(fpd)- "Wir begrüßen die Entscheidung von Frau Außenminister Dr. Ferrero-Waldner an der UNO-Rassismus-Konferenz in Südafrika nicht teilzunehmen", stellte heute der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky fest. Dieser Entschluß decke sich mit jenen der U.S.A. und anderer Demokratien, die aufgrund der Versuche bereits in der Vorbereitungsphase der Konferenz einige teilnehmende Länder zu verurteilen, auf die Entsendung von Regierungsmitgliedern verzichteten.****

"Die UNO-Rassismus-Konferenz wäre eine großartige Chance gewesen, mit Vertretern aus fast allen Ländern der Welt eine gemeinsame Strategie gegen Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten zu entwickeln. Der Disput im Vorfeld der Konferenz über Formulierungen in Bezug auf die Gleichsetzung von Rassismus und Zionismus, der Forderungen afrikanischer Länder nach Wiedergutmachung für die Verschleppung von Sklaven und anderer Aktivitäten, die bereits im Vorfeld der Konferenz gegebene Tatsachen zu schaffen versuchen, verhindert eine ehrliche und offene Diskussion der Teilnehmer auf der Ebene der Gleichberechtigung und der Solidarität", so Sichrovsky. Die Konferenz in Südafrika sei von vornherein zum Scheitern verurteilt, wenn daraus eine vorhersehbare Verurteilung gegen einzelne Mitgliedsländer der UNO würde und erinnere in dieser Form immer mehr an die Manipulation des Sanktionsaktionismus gegen Österreich nach dem Regierungsantritt von ÖVP und FPÖ.

Die Vertreter Österreichs während der Konferenz sollten versuchen, in Kooperation mit jenen Demokratien, die ebenfalls eine Vorverurteilung von Teilnehmern ablehnen, in enger Zusammenarbeit die Diskussionen und möglichen Ergebnisse der Konferenz auf jene Ziele zu konzentrieren, die ursprünglich von der UNO für diese Konferenz formuliert wurden, fordert der Generalsekretär. "Der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung hat nur dann auf internationaler Ebene eine Chance, wenn die Gemeinsamkeit unter den UNO-Mitgliedern stärker ist, als ein propagandistisches Ziel für Interessensgruppen in Form von Verurteilungen. Die plakative Anklage einzelner Mitgliedsländer, politischer Gruppierungen und Persönlichkeiten wurde in den letzten Jahren immer häufiger dazu benutzt, um die Ankläger als frei von jeder Schuld und Verantwortung darzustellen und hat weder zu einer Reduzierung des Problems Rassismus geführt noch zu einer Verbesserung der Kooperation jener, die dagegen wirksam auftreten könnten", schloß Sichrovsky.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 01/40 110-5870Büro Mag. Peter Sichrovsky

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPE/FPE