Fasslabend: ÖAAB über ÖGB-Fragenkatalog zur Urabstimmung enttäuscht

Wien, 28. August 2001 (ÖAAB-PD) Es ist jammerschade, daß die erste ÖGB-Urabstimmung zu einer reinen Ansammlung von "No-Na-Fragen" degeneriert ist, sagte heute, Dienstag, ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. "Der ÖGB hat gekreißt und ein Zetterl ward geboren. So gesehen hat der ÖGB die Fragen geschickt ausgewählt, denn wer sich von seinen Mitgliedern Tatsachen bestätigen läßt, die ohnehin niemand in Frage stellt, hat sich von vornherein einen Freibrief für den unveränderten Fortbestand seiner Existenz und Tätigkeit ausgestellt. Das ist enttäuschend", so Fasslabend. Der für die Urabstimmung geplante Millionenaufwand sei jedenfalls zu schade, um für ein derart seichtes Programm ausgegeben zu werden. ****

Die Urabstimmung werde weder zur Lösung wichtiger gesellschaftspolitischer Probleme, wie etwa dem Einstieg in die zweite Säule der Altersvorsorge oder einer Verbesserung des Gesundheitssystems beitragen, noch würden in der allgemeinen Substanzlosigkeit und Belanglosigkeit der Fragestellung die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen erfaßt.

"Der ÖAAB findet es außerdem zutiefst bedauernswert, daß der ÖGB nicht schon vor Beschluß des Fragenkatalogs den Mut aufgebracht hat, eine echte und umfassende Klarstellung der Postaffäre herbeizuführen und auch in den Fragen zur Urabstimmung selbst jetzt nicht darauf Bezug nimmt", sagte Fasslabend.
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