Vorarlberger Hauptschulen leisten hervorragende Arbeit

LR Stemer: Hauptschulen und Polytechnische Schulen Garant für solide Ausbildung

Bregenz (VLK) - "Die Situation der Vorarlberger
Hauptschulen ist eine völlig andere als in den Ballungsräumen Wien, Linz oder Graz. In unserem Land besuchen drei Viertel
der 10- bis 14-jährigen eine Hauptschule. Das Niveau unserer Hauptschulen ist ausgezeichnet und in der 1. Leistungsgruppe
mit dem an einem Gymnasium vergleichbar," erläutert
Schullandesrat Siegi Stemer die Situation in Vorarlberg.
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Er kann die Überlegungen für eine Änderung im großstädtischen Raum nachvollziehen, stellt für Vorarlberg
aber unmissverständlich klar, dass "wir die österreichweit anerkannte ausgezeichnete Ausbildung an unseren Hauptschulen
und Polytechnischen Schulen nicht abwerten lassen."

In Vorarlberg wechseln etwa 75 Prozent der Volksschüler in
eine Hauptschule, 25 Prozent der 11-jährigen besuchen ein Gymnasium. Die 57 Vorarlberg Hauptschulen haben in den
letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, ihre
Leistungen zu präsentieren. Der Lehrplan ´99 mit seinen Möglichkeiten der autonomen Schwerpunktsetzung und der
Anwendung moderner Lehr- und Lernmethoden wie
fächerübergreifender Unterricht, offenes Lernen oder Projektunterricht, die intensive Nutzung moderner
Informations- und Kommunikationstechnologien und die
wertvolle Erziehungsarbeit, die an jeder Vorarlberger
Hauptschule einen großen Stellenwert einnimmt, haben die Hauptschulen zu attraktiven Ausbildungsstätten gemacht, die
das Leben einer Region entscheidend mitgestalten und
mitprägen.

"Nach der Hauptschule stehen den Mädchen und Burschen alle
Wege offen," betont Landesrat Stemer. Je nach Neigung und
Begabung können sich die Jugendlichen in der Polytechnischen
Schule auf eine duale Ausbildung vorbereiten, als
Facharbeiter Karriere machen und später die
Berufsreifeprüfung ablegen oder sie wählen den Weg in eine weiterführende Schule. LR Stemer: "Dass der Weg über die Hauptschule erfolgreich ist, beweist die Tatsache, dass 53
Prozent der Vorarlberger Maturanten den Weg über die
Hauptschule gemacht haben und dass auch die Vorarlberger
Wirtschaft auf die Hauptschule setzt."

Für die Forderung nach einer sechsjährige Realschule sieht Schullandesrat Stemer für Vorarlberg keine besondere
Notwendigkeit. "Das mag in Wien oder Graz anders sein".
Vorarlberg, wo die Hauptschulen so gute Arbeit leisten, die Polytechnischen Schulen optimal auf die Herausforderungen der beruflichen Ausbildung vorbereiten und eine duale Ausbildung angeboten wird, die weltweit Anerkennung und Nachahmung
findet, ist kein besonderer Handlungsbedarf gegeben", hält
Stemer fest. "Nachdenken soll man trotzdem", so der
Landesrat, "da es eine ständige Aufgabe ist,
Ausbildungsangebote zu hinterfragen und zu verbessern". Er
hält aber nicht viel davon, "ständig an der Schule herumzuexperimentieren".
(so/ug,nvl)

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