Leitl: Bürges als wichtigstes Förderinstrument für kleinere Betriebe wieder voll auf Kurs

Rückstau von Förderanträgen völlig aufgelöst - Unterstützung für kleinere und mittlere Betriebe sowie Jungunternehmer läuft auf vollen Touren - Regierung hat Zusagen gehalten

Wien (PWK594) - Nach den Problemen im Vorjahr, wo mehr als 1900 Förderansuchen wegen Geldmangels nicht bearbeitet werden konnten, laufen jetzt die Förderungen der Bürges-Bank für Klein- und Mittelbetriebe wieder völlig problemlos. Die Bürges zahlt heuer wie auch bereits im Vorjahr etwa 550 Millionen Schilling in Form von Unternehmens-Zuschüssen aus. Daneben entwickelt sich das Garantie-Instrumentarium der Bürges zu einem immer wichtigeren Förderinstrument. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich: "Im Rahmen der Budgetgespräche gelang es im Herbst des Vorjahres, die Regierung davon zu überzeugen, dass eine Mittelaufstockung für die Bürges zugunsten der kleinen und mittleren Unternehmen dringend notwendig ist. Ich freue mich, dass die Regierung ihre Zusage gehalten hat und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein durch Umschichtungen und Rücklagenauflösungen gewährleistet hat, dass der Bürges für die Gewährung von Zuschüssen wieder genügend Geld zur Verfügung steht, sie weiterhin das wichtigste Förderungsinstrument für kleine und mittlere Betriebe ist und in diesem Bereich neue Arbeitsplätze geschaffen werden können."

Noch vor einem Jahr war die budgetäre Ausstattung der Bürges-Aktionen unbefriedigend : Im Bundesbudget 2000 wurden die Mittel für die Bürges ursprünglich um mehr als ein Drittel gekürzt; von 478 Millionen Schilling im Jahr 1999 auf 297 Millionen Schilling. Weil Zahlungsverpflichtungen aus Förderzusagen der Vorjahre erfüllt werden mussten, waren damit nicht mehr genügend Mittel vorhanden, um die Zuschussgewährung in der wichtigsten Bürges-Aktion "Unternehmensdynamik" aufrechtzuerhalten. Negativer Effekt: Ein riesiger Rückstau bei den Förderansuchen. Durch den Einsatz der Wirtschaftskammer Österreich konnte schließlich eine Aufstockung der Bürges-Mittel herbeigeführt und der entstandene Antragsstau abgearbeitet werden. Leitl: " Nun herrscht wieder "business as usual" in der Bürges, die Unternehmensförderung liegt wieder voll auf Kurs." Die Umschichtung von Mitteln aus der Arbeitsmarktförderung zur Bürges (sie fungiert als Abwicklungsstelle für einen Teil der betrieblichen Arbeitsmarktförderung), die durch das Budgetbegleitgesetz 2001 ermöglicht wurde, ist für Leitl "eine Anerkennung der Bedeutung von KMUs für die Schaffung von Arbeitsplätzen in Österreich."

Durch die anstehende Neuregelung der Eigenmittelvorschriften von Kreditinstituten (Basel II), wo die Bonität des Kreditnehmers bei der Kreditvergabe eine noch größere Rolle spielen wird, steigt in Zukunft die Bedeutung von Förderstellen für Klein- und Mittelbetriebe. So wird dadurch z.B. das Garantieinstrumentarium der Bürges, aber auch anderer Förderstellen (FGG, OHT, Landesförderstellen) weiter an Bedeutung gewinnen, weil durch eine staatliche Haftung die Bonität verbessert werden kann. Vor allem für Jungunternehmer, die noch keine "rating history" haben, wird das Förderinstrumentarium damit noch wichtiger werden als es jetzt schon ist. (RH)

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