SCHENNACH: ALPBACH-ERKLÄRUNG MORKAS zu ZEITUNGSTARIFEN GEFORDERT Grüne: Eine Erhöhung um 300 bis 400 Prozent ist ein Anschlag auf die Pressevielfalt - Subvention muss bleiben

Wien (OTS) "Der Vorschlag der Post auf Erhöhung der Postzeitungstarife bei gleichzeitiger Kürzung der Bundessubvention für diese Zeitungstarife bedeutet eine 300 bis 400%ige Erhöhung der geltenden Tarife. Das kommt einem unverantwortlichen Anschlag auf die Pressevielfalt in Österreich gleich, die ohnedies in den letzten Jahren massiv ausgedürrt wurde. Bei den kommenden Medientagen in Alpbach ist daher eine verbindliche Erkläung von Staatssekretär Morak notwendig, die eine Zusage der Bundesregierung darstellt, auch weiterhin die Zeitungszustellung zu fördern", fordert der Mediensprecher der Grünen, Stefan Schennach.

"Der ganze Mediensektor wartet auf eine Alpbach-Erklärung, noch vor der nächsten Gesprächsrunde". Schennach verweist, dass eine solche Erhöhung das Aus für eine Reihe von Medienformaten bedeuten würde. Und zwar insbesondere im Bereich der sogenannten grauen Medien, der kleinen Publikationen, die im Bereich Information, Bildung und Kultur sowie Vereinswesen eine wichtige Kommunikationsebene darstellen. "Aber auch für den Tageszeitungssektor ist dieses Mehrbelastung nicht verkraftbar, nachdem die Tarife zu Beginn dieses Jahres ohnedies kräftig erhöht wurden. Diese Politik führt den Medienbereich in eine Existenzkrise, die für eine demokratische Gesellschaft grob fahrlässig ist. Dabei zeigt sich die Reife und Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft gerade an der Buntheit und Vielfalt deren Medienerzeugnisse", schließt Schennach, der an Morak appelliert, "Alpbach nicht ohne einen Vorschlag verstreichen zu lassen".

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