Laska und Brandsteidl zum Auftakt der Schulsaison 2001/2002

Bildungsqualität gesichert, zahlreiche neue Projekte geplant

Wien, (OTS) Für rund 190.000 Wiener SchülerInnen beginnt am 3. September ein neues Schuljahr. 16.400 Kinder davon treten erstmals den Schulweg an.

In Wien stand gute Ausbildung für alle stets im Vordergrund der Bildungspolitik. Mit weit über 600 Schulen insgesamt und 370 Schulen im "städtischen" Pflichtschulbereich zeichnet sich die Bundeshauptstadt einmal mehr durch ein großes und vor allem auch vielfältiges Bildungsangebot aus, von dem zu Recht behauptet werden darf, dass es nahezu sämtliche Bedürfnisse, Neigungen und Wünsche der SchülerInnen, PädagogInnen und auch der Eltern berücksichtigt.

Auch die Kürzungen, die durch die radikale Finanzpolitik der Bundesregierung hervorgerufen wurden, halten die zuständigen PolitikerInnen nicht davon ab, den bisherigen guten "Wiener Weg" weiterzugehen. Auch für das Schuljahr 2001/2002 ist es gelungen, die hochwertige Qualität zu gewährleisten. Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Grete Laska und die Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl berichteten darüber Dienstag im Mediengespräch des Bürgermeisters.****

Bildungspolitik

Viele Möglichkeiten, das bestehende Bildungssystem zu "reformieren", wurden in den vergangenen Monaten diskutiert.

Ganz klar spricht sich die Amtführende Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl dabei gegen AHS-Aufnahmeprüfungen aus. "Ein klares Nein zu diesem System, das einzig zu vorzeitiger Selektion und einem Bildungsdarwinismus führen würde". Unterstützung findet Brandsteidl dabei auch bei PädagogInnen und PsychologInnen.

Vielmehr sollte sich die Regierung mit der Problematik der Hauptschulen auseinandersetzen, um diesem, seit langem bewährtem Schulzweig, die nötige Imagepolitur zuteil werden zu lassen. Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Grete Laska hält weiter an der Kooperativen Mittelschule fest.

Wien beschäftigt sich im Gegensatz zum Bund schon lange mit diesem Thema. In Wien gibt es darüber hinaus einen "Allparteienkonsens" zugunsten der Kooperativen Mittelschule. "Ich fordere, dass dies gesetzlich verankert wird. Die Kritik an der Kooperativen Mittelschule als Gesamtschule ist falsch: Erstens ist dies nur eine weitere Möglichkeit und keine Verpflichtung und darüber hinaus ist die AHS heute die "unfreiwillige Gesamtschule", so Grete Laska.

Neuerungen, innovative Projekte und spannende Zusatzangebote ab September

Auch im neuen Schuljahr wird es - quer durch alle Schulformen -eine Reihe neuer Schwerpunktsetzungen geben. So werden sich die Wiener Pflichtschulen besonders darum bemühen, inhaltlich wie praktisch über den EURO zu informieren, um den Kindern und Jugendlichen hierdurch die Währungsumstellung zu erleichtern. In allen Schulformen sind überdies neue Akzente im Bereich der EDV und des Internets geplant.

Fortführung der Technologieoffensive

Fortführung der EDV-Ausstattung sowohl der APS (z.B. Softwareupdate, weitere Verkabelungen in den Schulgebäuden, Ergänzung der EDV-Hardware wie beispielsweise in den Lehrerzimmern, erste Etappe der Ausstattung mit Videobeamern usw) als auch der BS (Ausbau der EDV-Ausstattung in den Unterrichtsräumen und im Lehrerzimmer- und Direktionsbereich). Dafür werden etwa ATS 70 Mio investiert, hinzu kommen weiters die laufenden Betriebskosten von jährlich ATS 37 Mio. Im kommenden Schuljahr soll auch die Fertigstellung der Ausstattung aller öffentlichen Pflichtschulen mit ergonomischen Schulmobiliar erfolgen."

Mit einem Wort: Wien ist und bleibt Spitzenreiter in Sachen Schule und Ausbildung und kann auch im internationalen Vergleich absolut bestehen. Die besondere Qualität des schulischen Bildungsangebotes in Wien begründet sich dabei vor allem auf eine optimale Kombination der Faktoren Qualität und Quantität. So ist neben der Vielzahl unterschiedlichster Schulen und Schulformen auch die flächendeckende Versorgung für alle Wiener Kinder und Jugendlichen garantiert.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Betreuung der Pflichtschüler am Nachmittag. Die Stadt Wien führt 92 ganztägige öffentliche Pflichtschulen. Hiezu kommen noch rund 20 Standorte des eng mit der jeweiligen Schule kooperierenden Lern- und Freizeitklubs. In diesen Einrichtungen werden rund 16.500 Schüler betreut. Weiters werden in städtischen und privaten Horten mit Unterstützung der Stadt Wien zusätzlich Schüler am Nachmittag betreut.

Eine weiterer wesentlicher Grund für die Qualität der Schulausbildung ist die besondere Unterstützung der Stadt Wien. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die mustergültige Ausstattung der Wiener Pflichtschulen mit Computern und Internetanschlüssen. Damit kann Kindern bereits ab der ersten Schulstufe jene Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, die in der Arbeitswelt, die durch die Begriffe "New Economy" und "Neue Arbeit" charakterisiert werden kann, von Bedeutung sind.

Autonome Beschaffung von Unterichtsmaterialien durch den "Warenkorb"

Mit Beginn des Schuljahres 2001 können alle allgemeinbildenden Pflichtschulen der Stadt Wien und die privaten allgemeinbildenen Pflichtschulen den sogenannten "Warenkorb", der sich als Riesenerfolg erwiesen hat, in Anspruch nehmen.
Dabei wir der Schule je nach Schulart und Schülerzahl ein finanzieller Rahmen zur Verfügung gestellt. Mit diesem können die Schulen Unterrichtsmaterialien in der MA 56 bestellen (z.B. Massengüter wie Hefte, Kopierpapier ua) oder durch eigene Beschaffung individuelle Schwerpunkte der Schule und Bedürfnisse der SchülerInnen berücksichtigen. Eine ähnliche Regelung läuft als Pilotversuch (seit 2000/01) mit den Berufsschulen und ab 2001/02 erstmalig auch für die von der MA 56 erhaltenen Fachschulen.
Im Einvernehmen mit dem Elternverein entscheidet die Lehrerkonferenz über den Ankauf.

Ergänzt werden all diese Aktivitäten von der Arbeit und Innovationskraft des Wiener Stadtschulrates. Und auch hier hat sich einiges getan: Einerseits zeigt sich nun, dass durch die Übersiedelung des Stadtschulrates und die damit verbundene auch örtliche Zusammenlegung sämtlicher Abteilungen noch effektiver und zielgerichteter den Anforderungen von Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen entsprochen werden kann. Andererseits bietet der Stadtschulrat mit seinen zahlreichen Serviceangeboten optimale Betreuung und Beratung in allen schulischen Angelegenheiten.

Zwei weitere Schwerpunkte der Serviceoffensive geplant

o Begabungsförderung: Entwicklung neuer schulischer Angebote, um

die Förderung individueller Begabungen - ergänzend zur Förderung besonders Hochbegabter - zu verbessern. Weiters wird derzeit die Möglichkeit der Schaffung eines Zentrums für Begabungsförderung am Päd. Institut überprüft - auch die Initiierung von Pilotprojekten an Schulen wird dabei angedacht.
o E-Learning: Erarbeitung eines Aktionsplans, um "elektronische

Lernformen" noch stärker im Unterricht zu implementieren. Auftaktveranstaltungen ab Herbst/Winter, E-Learning Symposium im kommenden Jahr.

Rat und Hilfe in der Servicestelle des Stadtschulrates

Die ExpertInnen des Stadtschulrates stehen persönlich, telefonisch und im Internet mit Beratung und Information zur Verfügung.

Rund 27.500 Anfragen wurden alleine im heurigen Jahr an die Mitarbeiterinnen herangetragen.

Das "Wiener Schulservice" gibt unter den Telefonnummern 52525-77561 oder 77562 Auskünfte in allen Schulfragen. Darüber hinaus gibt es eigene Beratungsstellen für Allgemein Bildende Pflichtschulen (52525-77516 oder 77518), für Allgemein Bildende Höhere Schulen (52525-77535), für berufsbildende Pflichtschulen (52525-77547) und für Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen (52525-77555).

Im Internet bietet der Stadtschulrat unter der Adresse www.wien.gv.at/ssr/ Informationen zu allen Schultypen, viele Tipps zum Schuleintritt und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Im großen Wiener Schulführer kann man das Schulenverzeichnis online nach allen möglichen Kriterien durchsuchen: Welche Schulen haben Fünf-Tage-Woche? Welche bieten ganztägige Betreuung? Wo laufen Schulversuche?

Natürlich gibt es den Schulführer auch in gedruckter Form zu bestellen unter 52525-77038. Auch die bereits in der Vergangenheit in Kooperation erfolgreich durchgeführte Bildungsinformationswoche wird diesen Herbst im Stadtschulrat wieder stattfinden. (Schluss) bz

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