ARBÖ: Der Superstau des Sommers am kommenden Wochenende ?

Ferienende in Ostösterreich, 5 deutschen Bundesländern, Belgien, den Niederlanden, und den östlichen Nachbarstaaten

Wien (ARBÖ) - Steht der Supergau im Reiseverkehr am kommenden Samstag bevor ? Diese bange Frage stellen sich die Verkehrsexperten des ARBÖ angesichts der zu erwartenden Verkehrslawine. Für rund 469.000 Schülerinnen und Schüler in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland beginnt nächste Woche wieder der "Ernst des Lebens". Aber auch für ihre Leidensgenossen aus den deutschen Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommer und Schleswig-Holstein heißt es "zurück auf die Schulbank". Das Ferienende wird am kommenden Wochenenden ebenfalls in Belgien, Teilen der Niederlande, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn eingeläutet.

Hauptbetroffen von der Rückreisewelle werden wie so oft die Transitstrecken in Westösterreich sein. Den ersten Platz der Stauhitparade wird wieder einmal der Tauerntunnel auf der A10, Tauernautobahn, einnehmen. Tausende Autofahrer aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien werden sich bereits in den frühen Vormittagsstunden bei Blockabfertigung in kilometerlangen Staus wiederfinden. Der Höhepunkt der Staus ist laut ARBÖ-Informationsdienst allerdings erst für die Nachmittags- bzw. frühen Abendstunden zu erwarten. Ebenfalls als Nadelöhr in Richtung Norden auf der Tauernautobahn wird sich der Katschbergtunnel herausstellen. Der heftigste Konkurrent um Platz 1 der Stauhitparade für den Tauerntunnel, könnte die B189, Fernpaß Bundesstraße, werden. Hier ist am Samstag aber auch zum Teil am Sonntag mit zähflüssigem Verkehrsaufkommen im gesamten Verlauf von etwa 52 Kilometern zu rechnen. Vor dem Grenztunnel zwischen Vils und Füssen sowie dem Lermooser Tunnel werden sich die Autofahrer in kilometerlangen Rückstaus in viel Geduld üben müssen. Eine Geduldsprobe werden sich die Reisenden auch auf der A13, Brennerautobahn, vor der Mautstelle Schönberg unterziehen müssen. "Wer am Samstag eine Blick über die Grenzen Österreichs macht, wird auf den Transitrouten, auch nicht sehr viel Erfreuliches finden. Auf der A22, Brennerautobahn, in Südtirol, vor der Mautstelle Sterzing sind ebenfalls kilometerlange Staus zu erwarten. Nur mehr im Schrittempo zahlreiche Autofahrer in Bayern, auf der A8., Verbindung München-Salzburg, sowie auf der A93, Verbindung Kufstein-Kiefersfelden, auf bis zu 20 kilometerlangen Teilstücken vorankommen", ist sich Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst sicher.

Auch Ost- und Südösterreich wird an diesem Wochenende von der Reisewelle nicht verschont werden. Die Stauzonen werden hauptsächlich die A2, Südautobahn, die Einfahrtsstraßen nach Wien und die Grenzübergänge sein. Auf der Südautobahn werden sich im Zuge des Urlauberreiseverkehrs vor allem am Sonntag nachmittag der Gräberntunnel, zwischen Bad St. Leonhard und Wolfsberg, sowie der Herzogbergtunnel, zwischen Steinberg und Modriach, als Nadelöhre und Anziehungspunkte für Staus herauskristallisieren. Wer am Wochenende mit dem Pkw nach Wien reisen will, sollte dies am Samstag bzw. Sonntag vormittag und spätestens in den frühen Nachmittagsstunden tun. Denn am Sonntag abend wird es auf den Einfallstraßen in die Bundeshauptstadt "rien ne va plus" heißen, ist man sich beim ARBÖ sicher. Auf der A2, Südautobahn, werden die Staus sicherlich bis nach Baden zurückreichen. Aber auch auf der A1,Westautobahn, werden die Autofahrer im Großraum Wien in kilometerlangen Staus feststecken. Nicht viel besser wird es Autofahrern auf der A4, Ostautobahn, ergehen.

Kilometerlange Staus und stundenlange Wartezeiten an den Grenzen=

Viel, viel Geduld werden Autofahrer am kommenden Wochenende an den Grenzübergängen zu den östlichen Nachbarstaaten haben müssen. In der Slowakei, Tschechien, Ungarn und Slowenien enden wie bereits berichtet die Sommerferien. Daher werden sich zahlreiche Urlauber aus den genannten Nachbarstaaten auf den Weg nach Hause machen. Wer bei Wullowitz, Drasenhofen oder Kleinhaugsdorf in die Tschechische Republik reisen will, sollte vor allem in den späten Abendstunden des Samstags und Sonntags mit stundenlangen Wartezeiten rechnen. Aber auch Ungarn-Reisende wird es an den Grenzstellen in Klingenbach und Nickelsdorf und Heiligenkreuz nicht besser ergehen. Kilometerlange Staus sollten auch Reisenden in die Slowakei an den Grenzstellen Berg und Kittsee ebenso wie Autofahrer an den Hauptgrenzübergänge zu Slowenien in Spielfeld, dem Karwankentunnel und dem Loiblpaß, einplanen. "Doch nicht bei der Ausreise aus Österreich werden stundenlange Wartezeiten an der Tagesordnung sein. Da zahlreiche Landsleute ihren Urlaub in den Nachbarstaaten verbracht haben, wird es auch bei der Einreise nach Österreich zu kilometerlangen Staus kommen. Neben den Österreichern werden sich auch zahlreiche Gastarbeiter aus Deutschland, ihren Urlaub in der Heimat verbracht haben, gesellen", berichtet ein Sprecher der Grenzgendarmerie gegenüber dem ARBÖ.

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