Sacher: Tariferhöhungen im Zeitungsversand treffen karitative Vereine und Hilfsorganisationen

Öffentlichkeitsarbeit der sozialen Organisationen erfährt massive Einschränkung

St. Pölten, (SPI) - Die von der Post geplante Erhöhung der Tarife für den Zeitungsversand gefährdet die Öffentlichkeitsarbeit und damit wohl auch den Bestand vieler karitativer Vereine und sozialer Organisationen. Es ist eine Tatsache, dass gerade diese Organisationen einen maßgeblichen Teil ihrer Finanzmittel durch Spendengelder und die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit erwirtschaften. Die Streichungen der Subventionen des Bundes für den Postzeitungsdienst und die angekündigte Erhöhung der Zustelltarife um bis zu 400 Prozent werden sich nur die wenigsten Vereine wirklich leisten können", sieht der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher, einen große Gefahr für das umfassende Spektrum der sozialen Einrichtungen in Niederösterreich.****

Es ist wirklich nicht einsichtig, dass nicht gewinnorientierte Organisationen durch derartige finanzpolitische Maßnahmen in ihrer Existenz gefährdet werden. Hier wird eine wichtige gesellschafts-und sozialpolitische Arbeit untergraben, was absolut inakzeptabel ist. Nach den Kürzungen bei der Zuteilung sowie den finanziellen Mehrbelastungen im Bereich der Zivildiener kommt damit eine weitere, von der Regierung geplante existenzgefährdende Maßnahme auf die Vereine und sozialen Organisationen zu. Schon die Erhöhung der Tarife und die Anhebung der Mindestauflage von 300 auf 1.000 in diesem Jahr zeigten drastische Auswirkungen. Die Zahl der Zeitungstitel ist von 8.700 auf 3.500 gesunken. Davon sind zum größten Teil gemeinnützige Organisationen und Vereine betroffen, denen eine wichtige Informationsmöglichkeit entzogen wurde.

"Daher gilt mein Appell an den Finanzminister und die Bundesregierung, die Bundesförderungen für den Zeitungsversand auch für die kommenden Jahre aufrechtzuerhalten und besonders für nicht gewinnorientierte Vereine über eine neue Vertriebsförderung nachzudenken. Ebenso ist es demokratiepolitisch bedenklich, wenn die Medien- und Meinungsvielfalt über derartige Mechanismen eingeschränkt wird", so der SPNÖ-Klubchef abschließend.
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