Motorradfahrern bleibt nichts anderes übrig, als immer mit Fehlern anderer zu rechnen.

Wien (OTS) - Gut 1/4 aller schweren Motorradunfälle werden durch Autofahrer verursacht. Neben rasanten, alkoholisierten und telefonierenden Fahren sind auch unsichere und überforderte Autolenker für Biker besonders gefährlich. Die ohnehin, trotz Abblendlicht schlecht wahrnehmbaren Biker werden von gestressten Fahren häufig übersehen. Auch beim dramatischen Unfall mit Hermann Maier dürfte eine Ursache in der, durch Stress reduzierten Wahrnehmungsfähigkeit des beteiligten, ortsunkundigen Autolenkers liegen.

Neben dem Übersehenwerden ist das katastrophale Abstandverhalten vieler Auto- und auch Motorradfahrer eine weitere große Gefahr. Die wenigsten Autolenker wissen, dass hinter einem Motorrad ein größerer Abstand einzuhalten ist, als hinter einem Auto, nämlich der komplette Anhalteweg. Schließlich muss der Sicherheitsabstand ausreichen, um auch dann noch rechtzeitig anhalten zu können, wenn der Biker zu Sturz kommt.

Die unabhängige Sicherheitsinitiative "Bikers Project" appelliert daher an die Autofahrer, sowohl beim Abbiegen als auch beim Überholen lieber zweimal in den Rückspiegel zu schauen und immer ausreichende Sicherheitsabstände einzuhalten. "Die Illusion vieler Fahrer, ein überirdisches Reaktionsvermögen zu haben, hat schon viel Unheil gebracht!" weiß Mobilitäts- und Motivforscher Mag. Michael Praschl.

Motorradfahrer müssen aufgrund ihrer fehlenden Knautschzone eine noch größere Sicherheitsreserve einplanen als Autofahrer. Jeder Biker muss immer mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen und darf sich nie darauf verlassen, rechtzeitig gesehen zu werden. Was nützt schließlich der Gerichtsbescheid, unschuldig zu sein, wenn man darum zittern muss, jemals wieder gehen zu können.

Die "Bikers Project Kampagne", die kürzlich mit der Verteilung von Foldern bei Motorradtreffs, über Fahrschulen, Motorradhändler und Motorradzeitschriften gestartet wurde, zielt einerseits auf die Bewusstseinsbildung in Richtung "Mehr Sicherheitsreserve" und andererseits auf die Sanierung von Gefahrenstellen ab.

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