Vladyka: Rechtliche Besserstellung für Niederösterreichs Tagesmütter ab Oktober

Drei Viertel der Sozialversicherungskosten übernimmt das Land

St. Pölten, (SPI) - Die Kinderbetreuung ist in Niederösterreich seit jeher ein wichtiges Anliegen in der Politik. Seit Jahren werden die Ausgaben für diesen speziellen Bereich erhöht, so auch 2001. Künftig soll es noch zusätzlich zu einer wesentlichen Verbesserung kommen. Familiensprecherin LAbg. Christa Vladyka dazu: "Tagesmütter sind eine wichtige und für zahlreiche Frauen unerlässliche Einrichtung in der Kinderbetreuung. Niederösterreichweit sind bereits 1.500 Frauen im Einsatz, die 5.500 Kinder beaufsichtigen. Da sich diese Institution zusehends größter Beliebtheit erfreut, wird eine neue Landesförderung mit Oktober eine rechtliche Besserstellung der Tagesmütter bringen. Konkret sieht diese Maßnahme vor, dass künftig drei Viertel der Gesamtkosten der Sozialversicherung vom Land übernommen werden. Das entspricht einem Prozentsatz von 75. Die Trägerorganisationen werden künftig 10 Prozent der anfallenden Kosten übernehmen, sodass lediglich 15 Prozent Selbstbehalt für die Tagesmütter bleibt. Dieser Vorstoß ist ein wichtiger Meilenstein für die Besserstellung der benachteiligten Berufsgruppe." ****

Das Land Niederösterreich wird sich heuer mit insgesamt 2,5 Millionen Schilling am Sozialversicherungssatz für Tagesmütter beteiligen. Im nächsten Jahr ist eine Erhöhung der Förderung auf 5 Millionen Schilling zu erwarten und 2003 ist sogar eine Verdoppelung auf 10 Millionen geplant. "Die schrittweise finanzielle Förderung der Institution geht Hand in Hand mit dem steigenden Bedarf. Bereits jetzt gibt es in einzelnen Regionen Niederösterreichs wesentlich mehr Nachfrage an Tagesmüttern als effektiv zur Verfügung stehen. Diesen Trend muss man erkennen und dementsprechend reagieren. Gerade in den Sommermonaten ist der Bedarf gegeben, da Tagesmütter flexibel sind und eine durchgehende Betreuung sicherstellen. Auch der finanzielle Aspekt wurde bei der Besserstellung berücksichtigt. Der Elternbeitrag bleibt unverändert, wodurch sich weiterhin ein Stundensatz für die Betreuung in der Höhe von maximal 35 Schilling ergibt," so die Sozialdemokratische LAbg. Vladyka abschließend.
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