"profil": Riess-Passer plant Israel-Reise im Oktober

Sichrovsky kündigt weitere Ministerbesuche in Israel an -Israelischer Geschäftsträger nennt freiheitliche Politiker in Israel "nicht willkommen"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, plant Vizekanzlerin und FPÖ-Chefin Susanne Riess-Passer eine Israel-Reise. Die Visite soll Anfang Oktober stattfinden. Die Vizekanzlerin möchte laut "profil" am 7. Oktober das Fußballspiel zwischen Israel und Österreich zur Weltmeisterschafts-Qualifikation in Tel Aviv besuchen. Rund um diesen Termin bemüht sich der freiheitliche Generalsekretär, Peter Sichrovsky, weitere Treffen für die Vizekanzlerin zu vereinbaren.

Laut Sichrovsky soll Riess-Passer nicht das einzige freiheitliche Regierungsmitglied bleiben, das demnächst Israel besucht. Sichrovsky in "profil": "Es gibt Einladungen aus Israel, etwa aus der Wirtschaft für Minister Grasser. Es kann aber auch private Treffen mit israelischen Ministern geben. Ich rechne mit dem Besuch von zumindest zwei freiheitlichen Ministern in Israel noch vor Jahresende."

Gegen diese Darstellung spricht sich Avraham Toledo, der neue Geschäftsträger der israelischen Botschaft in Österreich, aus. Toledo sieht die Beziehungen zwischen Israel und Österreich zwar auf dem Weg der Besserung: "Ich glaube, dass es Möglichkeiten gibt, auch offiziell bald wieder einen Botschafter einzusetzen", meint der israelische Diplomat gegenüber "profil". "Österreich hat da etwa mit der Entschädigung für NS-Zwangsarbeiter schon wichtige Beiträge geleistet."

Dennoch steht Toledo möglichen Besuchen freiheitlicher Minister in Israel distanziert gegenüber: "Wir werden die Grenzen nicht schließen. Aber Personen einer bestimmten österreichischen Partei sind in Israel nicht willkommen." Auch Treffen mit israelischen Regierungsmitgliedern hält der israelische Geschäftsträger in Wien für nicht realistisch. Toledo in "profil": "Es wird für Vertreter dieser Partei mit Sicherheit keine offiziellen Termine geben. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Mitglied der israelischen Regierung ein privates Treffen will."

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