Forstinger: Verkehrstelematikoffensive 2002 plus

Österreich setzt neue Maßstäbe in Europa

Alpbach (OTS) - "Die "Verkehrstelematikoffensive 2002 plus" des BMVIT setzt auch gesamteuropäisch neue Maßstäbe: die konsequente Umsetzung verkehrsträgerübergreifender Lösungen schafft ein zukunftsfähiges Verkehrssystem und sichert Lebensqualität, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand in Österreich", so Infrastrukturministerin Monika Forstinger heute, Freitag, im Rahmen eines Pressegespräches in Alpbach. *****

Österreich setzt bei der soeben gestarteten Verkehrstelematikoffensive, im Gegensatz zu vergleichbaren europäischen Ländern, auf einen gesamthaften Ansatz: erstmals bietet sich die Chance, ein alle Verkehrsträger umfassendes Konzept umzusetzen und das gesamte österreichische Verkehrssystem zu optimieren.

Verkehrstelematik bedeutet die Anwendung moderner Informations-und Kommunikationstechnologien im Verkehrssektor -verkehrsträgerübergreifend über das gesamte System. Verkehrstelematik ermöglicht die Sammlung verkehrsrelevanter Daten, sie aufzubereiten und den Verkehrsteilnehmern aktuelle Informationen über den Verkehrszustand zu liefern. Dadurch wird der Verkehr effizienter und sicherer gestaltet. Verkehrstelematik hilft jedem einzelnen Verkehrsteilnehmer, denn sie löst Probleme der Verkehrsüberlastung und der mangelnden Verkehrssicherheit und erhöht die Umweltverträglichkeit des Verkehrs. Die prognostizierten Zuwächse im Personen- und Güterverkehr von rund 80 % bis 2015 erfordern den Einsatz neuer Technologien.

Verkehrstelematik setzt aber auch wichtige Impulse für Wirtschaft und Forschung, denn hier entsteht ein Zukunftsmarkt mit enormem Potenzial - bis 2010 wird ein Marktvolumen für Europa, die USA und Japan von rd. 100 Mrd. Dollar erwartet. Intelligente Verkehrsmanagementsysteme erhöhen die Kapazität bestehender Verkehrswege und damit auch die Effizienz der öffentlichen Infrastrukturmittel.

"Zur Zusammenführung bereits bestehender Initiativen des BMVIT und zur weiteren Planung und Umsetzung der Verkehrstelematikoffensive 2002 plus habe ich im Juli 2001 einen sektionsübergreifenden Lenkungsausschuss Verkehrspolitik-Bundesstrassenverwaltung-Technologie eingerichtet", so Forstinger.

Die nächsten konkreten Arbeitsschritte sind die Erarbeitung eines Leitbildes "Verkehrstelematik für Österreich" in Abstimmung mit Vertretern anderer Ressorts, den Gebietskörperschaften und anderen relevanten Akteuren wie ASFINAG, ÖBB, Verkehrsverbünde, ORF, Autofahrerorganisationen, Forschungsgesellschaften und der Industrie. Bis Dezember 2001 werden im Leitbild Strategie, Meilensteine, Umsetzungsschritte und Ziele festgelegt.

"Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit Forschungs- und Entwicklungsgesellschaften des BMVIT (via donau, Arsenal Research, Austrian Research Centers Seibersdorf) ein nationaler Verkehrstelematikplan erstellt. In einem ersten Schritt werden die Anforderungen an die Verkehrstelematik-Systemarchitektur festgelegt", erläuterte Forstinger.

Weiters erfolgt die Festlegung der benötigten technischen Infrastruktur zur Umsetzung der "Verkehrstelematik für Österreich. "Nach erfolgreichem Abschluss der Vorbereitungsarbeiten startet die Umsetzung der Telematikoffensive mit Jahresbeginn 2002", so die Infrastrukturministerin abschließend. (schluß bxf)

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Dr. Monika Närr
Pressesprecherin
BM für Verkehr, Innovation und Technologie
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