Csörgits: ÖGB-Urabstimmung findet wie geplant statt

Offenlegung von Gehältern darf keine Einbahnstraße sein - andere müssen folgen

Wien (ÖGB). Zur Offenlegung der Gehälter stellt die geschäftsführende ÖGB-Vizepräsidentin, Renate Csörgits, fest, dass der ÖGB dazu grundsätzlich bereit sei. Voraussetzung sei aber ein einheitliches Schema, das auch für andere Gültigkeit haben müsse. Zur Urabstimmung sagte die Vizepräsidentin, dass diese planmäßig stattfindet. Gleichzeitig forderte sie die politischen Kräfte im Land auf, wieder zur Sachlichkeit zurückzukehren.++++

Die geschäftsführende ÖGB-Vizepräsidenten unterstrich heute neuerlich die Bereitschaft, die ÖGB-Gehälter unter bestimmten Voraussetzungen offenzulegen. Allerdings, so Csörgits, soll nicht voreilig gehandelt werden. "Es darf keine Einbahnstraße sein. Wir haben die Konequenzen gezogen, nun sind die anderen an der Reihe." Eine Grundvoraussetzung dazu sei ein einheitliches Schema, wie und in welcher Form die Offenlegung erfolgen soll und wer aller seine Gehälter der Öffentlichkeit vorlegt. Es müsse auch klargestellt sein, ob von Brutto- oder Nettolöhnen die Rede ist und was von den Gehältern zuvor in Abzug gebracht werden darf. Csörgits: "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass diese Offenlegung ähnlich dem schwedischen Modell erfolgt." Jedenfalls dürfe es nicht so sein, dass die GewerkschafterInnen ihre Einkommen darlegen, während andere dazu nicht bereit sind. "Wenn eine Offenlegung, dann muss diese auch für andere Gültigkeit haben und zwar für alle Personen, die im öffentlichen Interesse stehen."

ÖGB-Urabstimmung planmäßig

Die ÖGB-Urabstimmung findet planmäßig in der Zeit vom 24. September bis 15. Oktober 2001 statt. Kommenden Dienstag werde das Präsidium die Fragen zu dieser Urabstimmung festlegen. In diesem Zusammenhang stellte Csörgits fest, dass "wir keine Zurufe eines Herrn Fasslabend oder Tancsits brauchen", die dem ÖGB vorgeben wollen, welche Fragen er zu stellen hat.

Rückkehr zur Sachlichkeit

Die geschäftsführende Vizepräsidentin forderte auch alle politischen Verantwortungsträger auf, wieder zur Sachlichkeit zurückzukehren und den ungehörlichen Feldzug gegen Zigtausende BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen, die sich tagtäglich für die Interessen der ArbeitnehmerInnen einsetzen, unverzüglich zu beenden. Csörgits abschließend: "Der ÖGB hat die Konsequenzen gezogen, die FPÖ soll daher umgehend aufhören, die Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen in Misskredit zu bringen. Und das nur deshalb, weil sie Angst vor dem Ergebnis der ÖGB-Urabstimmung hat." (ew)

ÖGB, 24. August 2001 Nr. 684

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